Landkreis: Zweiter Blitzer löst Raser-Problem nicht

Vechelde  Ein Leser beklagt sich über die Raser am Ortsausgang von Denstorf/Klein Gleidingen.

Ein Leser beklagt, dass die Autofahrer oftmals nur an der Stelle des Blitzers abbremsen würden, sondern aber viel zu schnell fahren. Archivfoto

Ein Leser beklagt, dass die Autofahrer oftmals nur an der Stelle des Blitzers abbremsen würden, sondern aber viel zu schnell fahren. Archivfoto

Wer den stationären Blitzer am Ortsausgang von Denstorf/Klein Gleidingen in Fahrtrichtung Braunschweig kennt, macht eine „Notbremsung“ – und gibt dann gleich wieder Gas: Das hat ein Leser, der anonym bleiben möchte, beobachtet, der sich auf unserem Internetportal Alarm38 über die Raser auf der Bundesstraße 1 beklagt: „Warum muss das so sein? Warum kann man nicht auf der Strecke einfach Tempo 80 fahren, wie es erlaubt ist? Der Durchschnitt bleibt sowieso der gleiche.“

Diese Frage können allerdings nur die Raser beantworten, die das Tempolimit auf der Strecke ignorieren – das Problem der Geschwindigkeitsüberschreitungen, oft und allerorts, sitzt am Steuer des jeweiligen Fahrzeugs. Der Lösungsvorschlag unseres Leser: „Hier wäre ein zweiter Blitzer nicht schlecht.“

Ein zweiter Blitzer in dem Abschnitt stellt für den Landkreis Peine jedoch – ganz abgesehen von den hohen Kosten – keine Lösung des Problems dar. Dann würden die Raser vielleicht noch einmal gebremst werden, dann aber doch wieder aufs Gaspedal treten, meint Landkreissprecher Henrik Kühn.

Kühn gibt dem Beschwerdeführer aber recht: „Unsere regelmäßigen mobilen Einsätze an dieser Stelle – hinter der Kreuzung Richtung Braunschweig; die stationäre Anlage steht vor der Kreuzung – bestätigen den geschilderten Eindruck.“ Dabei gebe es je nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen große Unterschiede. „Zu verkehrsarmen Zeiten wurden von uns schon Verkehrsteilnehmer mit Tempo 160 in dieser 80er-Zone registriert.“ Und Kühn fügt einen Warnhinweis an die Motorradfahrer hinzu: „Da wir mobil dort in beide Fahrtrichtungen messen, erfassen wir so auch Übertretungen von Motorrädern.“

Genau auf die „Überraschung“ durch die verstärkten mobilen Geschwindigkeitskontrollen, also am Straßenrand aufgestellte Messanlagen, setzt der Landkreis: „Die mobilen Messungen sind am besten geeignet, die Verkehrsteilnehmer in positiver Richtung zu erziehen, um am Ende in der Summe die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“

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