Schnelles Internet nun langsamer

Vechelde  Die Telekom gibt einem Vechelder recht und erklärt die Situation mit Zuständigkeiten.

Vielerorts – wie hier im Kreis Helmstedt – werden Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. In der Gemeinde Vechelde allerdings gibt es dabei aufgrund alter Verträge Probleme bei Kunden.Foto: Archiv

Vielerorts – wie hier im Kreis Helmstedt – werden Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. In der Gemeinde Vechelde allerdings gibt es dabei aufgrund alter Verträge Probleme bei Kunden.Foto: Archiv

Das schnelle Internet bewegt die Menschen auch in der Gemeinde Vechelde. „In Deutschland spricht man gefühlt seit Jahren über die Digitalisierung und schnelles Internet“, stellt ein Leser aus Vechelde auf unserem Internetportal „Alarm38“ fest: „Heue erhalte ich Post von der Telekom, dass sie meinen VDSL-Vertrag beenden müsse.“ Der Grund sei der Rückbau der vorhandenen VDSL-Technik. „Leider liegt mein Anschluss aber in einem Gebiet, das nicht von der Telekom mit der neuen Technik ausgebaut wird.“ Da beziehe er seit Jahren VDSL (25 Megabits pro Sekunde) der Telekom, und nun werde das alles „ausgebaut”? „Gibt es für Otto-Normalbürger eine verständliche Erklärung?“, fragt der Leser erbost.

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt Stefanie Halle, Sprecherin der Deutschen Telekom, mit: „Beim Glasfaser-Vectoring-Ausbau (FTTC) im Nahbereich sollen Kunden der Telekom und der anderen Wettbewerber Bandbreiten bis 100 Megabits pro Sekunde (mindestens 50 Mbit/s) geboten werden.“ Dabei sei es nicht möglich, dass mehrere Dienstleister im selben Nahbereich die neue Technik ausbauen. Stefanie Hall beschreibt: „Aus vertragsrechtlichen Gründen können wir Kunden nicht einfach umschalten, da sich Änderungen in den Leistungen und Vertragsinhalten ergeben.“ Hintergrund: Die Telekom konnte sich mit dem Mitbewerber in Vechelde – das Oldenburger Versorgungsunternehmen EWE – nicht über neue Vertragsinhalte einigen. Deshalb muss der alte Vertrag des Lesers der Telekom-Sprecherin zufolge gekündigt werden und ein neuer abgeschlossen werden – auch die Telekom biete dies an.

Dies könne bedeuten, dass zwischenzeitlich nur eine langsamere Internetgeschwindigkeit (ADSL) zur Verfügung stehe. „Genauso kann es aber auch dazu führen, dass wir Kunden rasch höhere Bandbreiten zur Verfügung stellen können“, hebt Stefanie Halle hervor. Der Kunde habe jedoch durch die Kündigung die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln.

Für weiteren Klärungsbedarf zum Thema Ausbau neuer Glasfasertechnik hat die Deutsche Telekom eine Beratungs-Hotline eingerichtet: Tel: (0800) 55 33 555.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (1)