Ein Rhythmus, bei dem jeder mit muss – Trommeln mit Alfred Abelmann

Wedtlenstedter ist vom positiven Einfluss seiner Trommelkurse auf die weitere Entwicklung der Kinder überzeugt

Trommeln im Duett: Der sechsjährige Fred und Alfred Abelmann beherrschen ihre Instrumente – Djemben – bestens. Der Ruheständler aus Wedtlenstedt ist Experte für die westafrikanischen Rhythmen der Malinke.   

Trommeln im Duett: Der sechsjährige Fred und Alfred Abelmann beherrschen ihre Instrumente – Djemben – bestens. Der Ruheständler aus Wedtlenstedt ist Experte für die westafrikanischen Rhythmen der Malinke.   

Foto: PN- Henrik Bode

WEDTLENSTEDT. Die Nächte waren es, diese heißen Nächte in Ghana, in denen Alfred ("Fred") Abelmann nicht schlafen konnte und daher den Trommelklängen gelauscht hat. Inzwischen hat Abelmann das Trommelspiel selbst gelernt und will Kinder und Jugendliche dafür begeistern.

Mehrmals hat der Wedtlenstedter bereits Ghana besucht, das westafrikanische Land fasziniert ihn – nicht nur, aber auch wegen der Trommelklänge. In seinen Keller hat sich Abelmann, der bis zu seinem Ruhestand als Ingenieur gearbeitet hat, ein "Stück Afrika" geholt: mannsgroße Giraffen aus Holz, Kissen mit afrikanischen Mustern, Rasseln und Trommelinstrumente: vor allem Djemben (mit Ziegenfell als Trommelfläche), aber auch eine Bougarabou (mit Kuhfell) sowie die Basstrommeln Dundun, Sanban und Kenkeni (beidseitig mit Kuhfell).

"Trommeln ist Rhythmus, und den hat jeder Mensch", behauptet Abelmann und ist überzeugt: "Jeder kann nach nur einer Stunde Unterricht einfache Rhythmen trommeln." Allerdings bestehe der Reiz darin, in einer Gruppe – aufeinander abgestimmt – zu trommeln (Polyrhythmen) und schwierigere Rhythmen vorzuführen. "Das erfordert Training und den Willen, dabei zu bleiben", weiß Abelmann zur Genüge. Schließlich bietet der Rentner in Grundschulen und Kindergärten unentgeltlich Trommelkurse an – eine wichtige Aufgabe ist dann, "die Kinder bei Laune zu halten".

Doch der Spaß an dieser Musik ist nur das eine, das andere ist: Abelmann ist sich sicher, dass sich das Trommeln auch positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt:

Das soziale Verhalten werde gefördert: In einer Gruppe zu trommeln, heiße, auf andere einzugehen.

Die Konzentrationsfähigkeit werde gefördert, da "sich jeder – trotz aller Teamarbeit und Rücksicht auf die anderen – auch auf sein eigenes Spiel konzentrieren muss".

Trommeln sei Bewegung, quasi "Tanzen im Sitzen" und eine Möglichkeit, auf schöne Weise Aggressionen abzubauen.

Der sechsjährige Fred – er stammt aus einer mit Abelmann befreundeten afrikanischen Familie – ist ein gutes Beispiel: Ihm liegt zwar das Trommeln im Blut – mit Abelmann legt er eine furiose Kostprobe seines Könnens hin. Doch dann ist Schluss, Fred holt das Computerspiel hervor – auch das macht Spaß.

Unter www.fred-abelmann.net weitere Infos im Internet.

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