Staatsschutz beobachtet rechte Szene in Wendeburg

Gruppierung nennt sich "Black Boots" – Polizei: Bisher keine Straftaten bekannt

Gemeindebürgermeister Hans Peter Reupert

Gemeindebürgermeister Hans Peter Reupert

Der Staatsschutz beobachtet eine rechte Gruppierung in Wendeburg. "Black Boots" (schwarze Stiefel) sollen sich die Wendeburger nennen. Sie wurden erstmals am 1. Mai in Braunschweig auffällig, als sie von Mitgliedern der linken Szene angegriffen wurden.

Am Nachmittag des 1. Mai kam es am Braunschweiger Hauptbahnhof zur Auseinandersetzung zwischen 15 Mitgliedern der linken Szene aus Wolfsburg und sieben Rechtsextremisten aus Wendeburg. Laut Polizei sollen die Wolfsburger die Wendeburger angegriffen haben, wobei zwei Wendeburger verletzt wurden.

"Uns ist diese Gruppierung bekannt", sagte ein Sprecher der Polizei Salzgitter. "Bisher ist die Gruppe nicht durch Straftaten auffällig geworden, sondern eher durch Trinkgelage. Aber wir beobachten sie."

Wie Gemeindebürgermeister Hans Peter Reupert mitteilt, habe er von dem Vorfall in Braunschweig nichts gehört, eine solche Gruppierung sei ihm jedoch bekannt. "Wir wissen von solcher Gruppe, die gelegentlich in der Gemeinde auftaucht", sagt er. So seien auch beim Tanz in den Mai in Wittenbergs Scheune Gäste mit "typisch brauner Kleidung" gesehen worden. Reupert betont: "Bisher sind sie unauffällig und nicht aggressiv aufgetreten." Den Namen "Black Boots" habe er ebenfalls schon mal gehört. Probleme mit Rechtsradikalen liegen laut Hans Peter Reupert lange zurück. So habe es Anfang der 90er Jahre Ansätze einer rechten Szene gegeben. "Wir beobachten auch jetzt sensibel."

Schlagzeilen machte im Dezember 2007 ein Konzert in der Waldgaststätte Sophienruh in Sophiental, bei dem zwei Bands aus der Hooligan- und Skinheadszene auftraten.

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