Mehr als 300 Peiner demonstrieren gegen Rechts

Peine  Mehr als 300 Menschen kamen am Freitag auf den Peiner Marktplatz, um gegen eine parallel stattfindende NPD-Kundgebung zu demonstrieren.

Schülerinnen mit Trillerpfeifen bei der Demonstration gegen Rechts auf dem Peiner Marktplatz.

Schülerinnen mit Trillerpfeifen bei der Demonstration gegen Rechts auf dem Peiner Marktplatz.

Foto: Kai Stoppel

Der Peiner Marktplatz war am Freitagvormittag in zwei Hälften geteilt: Auf der einen stand etwas verloren eine Handvoll NPD-Mitglieder, auf der anderen mehr als 300 Gegendemonstranten. Darunter viele Schüler, Gewerkschaftsmitglieder sowie Vertreter von SPD, Grünen, den Linken und Migrantenvereinigungen. Von 10 Uhr an begann die NPD damit, per Lautsprecher den Marktplatz mit rechtsradikalen Parolen zu beschallen – von einer kleinen Bühne auf der gegenüber liegenden Seite aus versuchten unter anderem der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Frank Raabe-Lindemann und Peines Bürgermeister Michael Kessler, mit Reden in ähnlicher Lautstärke dagegen zu halten. Getrennt waren beide Lager durch eine weitläufige Polizeiabsperrung. Laut Polizei waren 50 Beamte im Einsatz, darunter auch Bereitschaftspolizisten aus Braunschweig und Salzgitter. Der Auftrag sei gewesen, sagte Peines Polizeichef Thomas Bodendiek, die Demonstranten voreinander zu schützen. „Es gab aber keinerlei Zwischenfälle“, sagte Bodendiek nach Ende der Veranstaltung. Gegen 11 Uhr endete die Kakophonie aus Rede und Gegenrede, die Demonstranten zerstreuten sich wieder und wenig später war der rechte Spuk in Peine vorbei.

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