Schüler lernen, Mobbing zu verhindern

Peine  Die Erich-Mundstock-Stiftung sponsert die Theater-Impro-Woche, die am 12. Juni an mehreren Schulen beginnt. Der Kulturring hat die Woche arrangiert.

Der Kulturring hat die Theater-Impro-Woche arrangiert. Die Erich-Mundstock-Stiftung finanziert sie. Von links: Britta Sytnik (Kulturring), Dr. Peter Schroer (Stiftungsvorstand) und Christian Hoffmann (Kulturring).

Foto: bst

Der Kulturring hat die Theater-Impro-Woche arrangiert. Die Erich-Mundstock-Stiftung finanziert sie. Von links: Britta Sytnik (Kulturring), Dr. Peter Schroer (Stiftungsvorstand) und Christian Hoffmann (Kulturring). Foto: bst

Vorbereitung im Unterricht, Theaterstück, pädagogische Nachbereitung, Workshops in kleinen Gruppen: Intensiv werden sich Schüler mehrerer Schulen, insbesondere der Berufsbildenden, von Montag, 12. Juni, an mit dem Thema Mobbing befassen. Für die Theater-Impro-Woche hat der Kulturring das Theater Sonni Maier engagiert.

Ermöglicht wird die Theater-Impro-Woche dank der finanziellen Zuwendung der Erich-Mundstock-Stiftung in Höhe von 5800 Euro. Es sei ein Projekt, das doppelte Vorteile bringe, erklärte Dr. Peter Schroer vom Vorstand der Stiftung. „Es hilft Jugendlichen, und diese lernen das Theater kennen. Das war für uns der Beweggrund zu sagen: Da machen wir mit“, sagte Schroer am Freitag bei einem Pressegespräch im Peiner Forum. „Ohne die Stiftung wäre es nicht gegangen“, sagten Kulturring-Geschäftsführer Christian Hoffmann und seine Stellvertreterin Britta Sytnik.

„Wir haben die Kinder- und Jugendarbeit ausgeweitet“, erklärte Britta Sytnik. Mit zwölf Schulen habe der Kulturring Kooperationen. Ein Mal im Jahr würden bei einem Treffen mit Schulleitern und Lehrkräften Inhalte besprochen. In dieser Runde sei der Wunsch nach dem Workshop „Gegen Mobbing“ in Verbindung mit dem Theaterstück „Todesengel“ vorgetragen worden.

Sonni Maier gastierte schon mehrfach in Peine, vor zwei Jahren mit dem Thema „Bewerbung“, aber auch mit dem „Todesengel“. Sonni Maier und ihren Schauspielern gelinge es, heikle Themen für die Jugendlichen ansprechend und spannend umzusetzen, berichtet Britta Sytnik.

„Todesengel“ handelt von einem Amoklauf an einer Schule. Verschiedene Gewaltformen werden aufgezeigt: körperliche Gewalt wie Prügeln, Abzocke, aber auch subtilere Formen wie Mobbing, Ausgrenzung und Rassismus. Das Theaterstück macht deutlich, dass an einem gewalt- und mobbingfreien Schulklima jeder mitarbeiten kann – und muss. Der Untertitel des Theaterstücks „Todesengel“ lautet daher treffend: „Lerne zu sehen.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder