Ein Wünschewagen für schwerstkranke Menschen

Peine  Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) im Kreisverband Peine stellt das neue Fahrzeug vor.

Sie stellten den Wünschewagen des ASB in Peine vor (von links) André Schwarzenberg (Projektkoordinator in Niedersachsen), Enrico Leinichen (Geschäftsführer ASB Peine), Christian Behrens (Marketing ASB Peine) und Romec Manns (Vorsitzender ASB Kreisverband Peine).Foto: Bernd Stobäus

Sie stellten den Wünschewagen des ASB in Peine vor (von links) André Schwarzenberg (Projektkoordinator in Niedersachsen), Enrico Leinichen (Geschäftsführer ASB Peine), Christian Behrens (Marketing ASB Peine) und Romec Manns (Vorsitzender ASB Kreisverband Peine).Foto: Bernd Stobäus

Noch einmal das Meer sehen, ein Konzert besuchen oder eine Familienfeier in der Ferne: „Der Arbeiter-Samariter-Bund möchte mit dem Wünschewagen schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen unterstützen – und zwar kostenlos“, erklärt Romec Manns, Vorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im Kreisverband Peine. Jetzt haben Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer das ungewöhnliche Fahrzeug beim ASB vorgestellt.

„Wenn sich das Leben dem Ende zuneigt, treten oft unerfüllte Träume in den Vordergrund. Doch gerade schwer kranke Menschen sind häufig nicht mehr in der Lage, sich auf den Weg zu machen“, erklärt André Schwarzenberg, Koordinator des Projekts und Fahrer. Insgesamt gibt es bereits elf Wagen dieser Art in ganz Deutschland – der erste wurde 2014 in den Dienst gestellt. Die Wagen werden vom ASB finanziert. Die Fahrer arbeiten ehrenamtlich, der Betrieb wird durch Spenden unterstützt. Der in Peine vorgestellte Wagen ist der erste für ganz Niedersachsen und bereits im Einsatz. Das Fahrzeug ist in Hannover stationiert und kann von jedem Ort des Landes angefordert werden. „Ein Anruf bei einem ASB-Stützpunkt genügt“, betont Manns. Alles Weitere werde dann von entsprechenden Fachkräften organisiert.

Der Wünschewagen ist ein moderner Krankentransportwagen mit besonderen Einrichtungen. „Außer der aktuellsten notfallmedizinischen Grundausstattung steht in ihm vor allem eine angenehme und entspannte Atmosphäre für den Fahrgast im Mittelpunkt“, knüpft Schwarzenberg an. Er ist so ausgestattet, dass er auch Personen im Rollstuhl oder bettlägerige Menschen befördert. Der Wünschewagen bietet zudem Platz für einen Lebenspartner und für eine andere Begleitperson sowie für obligatorische medizinische und pflegerische Betreuung durch geschulte Mitarbeiter. Das Auto ist eine Mischung aus Krankenwagen und Reisemobil.

Mit beim Projekt Wünschewagen dabei sind neben dem Arbeiter-Samariter-Bund die Hospize, Vereine, Selbsthilfegruppen und Palliativmediziner. Es gibt ebenso Partnerschaften mit Stiftungen, Fußballvereinen, Kulturreinrichtungen und Freizeitparks. „Ziel ist es, ein großes Netzwerk aufzubauen“, sagt Schwarzenberg.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder