Familie schmuggelt Zigaretten im Kindersitz

Peine  Das ganz Auto ist vollgestopft. Die Zollfahnder staunen über die ungewöhnliche Aufbesserung der Urlaubskasse des osteuropäischen Familienvaters.

Lose Zigarettten. Symbolbild: dpa

Lose Zigarettten. Symbolbild: dpa

24 760 Zigaretten, 1,85 Kilogramm Rauchtabak, 62 Liter Branntwein als Schmuggelgut, 0,75 Gramm Marihuana sowie fünf eingeleitete Strafverfahren sind die Bilanz eines Wochenendes des Braunschweiger Zolls an der Autobahn 2, heißt es in einer Mitteilung des Hauptsollamtes Braunschweig.

Demnach fanden am vergangenen Wochenende verdachtsunabhängige Kontrollen auf der A 2, Rastplatz Zweidorfer Holz, der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Braunschweig statt.

Eine besondere Art sich das Urlaubstaschengeld aufzubessern machte dabei eine osteuropäische Familie auf dem Weg nach Großbritannien. Bei der Kontrolle ihres Personenwagens meldete der Fahrer für sich, seine Ehefrau und seine zwei Kinder keine Zigaretten an. Die Zöllner sollten jedoch schnell eines Besseren belehrt werden. Bei der anschließenden Kontrolle wurden im gesamten Fahrzeug mehr als 17000 Stück Zigaretten sowie 1,85 Kilogramm Rauchtabak festgestellt. Diese waren an verschiedenen Orten im Fahrzeug versteckt gewesen.

Dabei machte jedoch ein Versteck besonders auf sich aufmerksam. Die Zöllner waren erstaunt, als Sie sich den Kindersitz etwas näher anschauten. Im Innern befanden sich nämlich weitere Stangen Zigaretten.

Für den Vater wird es nun ein teures Urlaubsvergnügen. Gegen ihn ist ein Steuerstrafverfahren eingeleitet worden. Der Steuerschaden beläuft sich auf schätzungsweise 4000 Euro.

Bei einer weiteren Kontrolle eines osteuropäischen Transporters wurden auf der Ladefläche mehrere Kartons mit „Wodka“ festgestellt. Die Zöllner fanden insgesamt 62 Liter Branntwein. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Neben weiteren Zigarettenfunden wurden am vergangenen Wochenende 0,75 Gramm Marihuana sowie eine gestohlene ID-Card festgestellt. Gegen den Besitzer des Marihuanas wurde ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Zudem wurden neben der Vollstreckung eines offenen Haftbefehls zwei illegale Personen gestellt und anschließend an die zuständigen Behörden übergeben.

Für die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Braunschweig war es ein sehr erfolgreiches Wochenende, wird in der Pressemitteilung festgestellt. Dies zeige, wie wichtig die Arbeit des Zolls ist. „Nur durch regelmäßige Kontrollen können wir das Entdeckungsrisiko erhöhen und so den Schmuggel erfolgreich bekämpfen“, wird Thomas Czapla, stellvertretender Pressesprecher des Hauptzollamts Braunschweig, zitiert.

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