Kreuzung bei Stederdorf soll sicherer werden

Stederdorf  Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant eine Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger auf der Bundesstraße 444.

Die Kreuzung der Bundesstraße 444 mit den Kreisstraßen 5 und 20: Links und geradeaus geht es nach Stederdorf, rechts nach Wendesse.

Die Kreuzung der Bundesstraße 444 mit den Kreisstraßen 5 und 20: Links und geradeaus geht es nach Stederdorf, rechts nach Wendesse.

Foto: Harald Meyer

. Sicherer machen will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Kreuzung der Bundesstraße 444 mit den Kreisstraßen 5 und 20 am Nordwestrand von Stederdorf: Die Umbaupläne liegen derzeit im Peiner Rathaus und in der Landkreisverwaltung öffentlich aus – die Bevölkerung kann sie sich ansehen und ihre Anregungen/Bedenken zu dem Projekt vorbringen.

Worum geht es? Radfahrer und Fußgänger, die auf dem Radweg an den beiden Kreisstraßen von Stederdorf nach Wendesse und umgekehrt unterwegs sind, müssen momentan die viel befahrene Bundesstraße (B 444) an der Kreuzung ohne besondere Sicherung überqueren. „Das ist wegen des Autoverkehrs auf der Bundesstraße nicht ganz ungefährlich“, ist Michael Peuke, stellvertretender Leiter der Landesbehörde, überzeugt – dies gelte, auch wenn dieser Knotenpunkt kein Unfallschwerpunkt sei. Aus dem Grund will die Behörde südwestlich der Kreuzung eine Querungshilfe auf der B 444 anlegen, so dass die Kreisstraße 20 in Stederdorf (Wendesser Landstraße) und die Kreisstraße 5 (in Richtung Wendesse) gefahrloser zu erreichen seien. Das führt dazu, dass der vorhandene Radweg um etwa 80 Meter verlängert wird.

Damit nicht genug: Denn die Landesbehörde ertüchtigt auch die Verkehrsinsel (Tropfen) auf der Kreisstraße 20 an der Kreuzung, so dass auch dort Radfahrer/Fußgänger beim Überqueren dieser Kreisstraße – wie künftig auf der Querungshilfe auf der B 444 – innehalten können. Auch das bewertet die Wolfenbütteler Behörde als einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit.

Bis einschließlich Freitag, 2. November, liegen die Umbaupläne im Peiner Rathaus und beim Landkreis aus, bis spätestens Freitag, 16. November, müssen die Anregungen und Bedenken dort eingegangen sein – wer diese Möglichkeit nicht nutzt, darf später auch nicht gegen die Baugenehmigung (positiver Planfeststellungsbeschluss) für den Kreuzungsumbau klagen. Vermutlich im nächsten Jahr findet der Erörterungstermin zu dem Vorhaben statt, bei dem die Anregungen/Bedenken mit dem Landkreis Peine als Planfeststellungsbehörde (Genehmigungsbehörde) diskutiert werden.

Frühestens 2020 wäre bei einem glatten Verkauf der Baubeginn. „Wir müssen allerdings für das Vorhaben noch Grunderwerb tätigen“, setzt Peuke hinzu.

Über den geplanten Umbau hinaus gibt es bereits jetzt die Forderung aus Wendesse, die Geschwindigkeit in dem Bereich von 70 auf 50 Stundenkilometer zu senken – wegen der „unübersichtlichen Kreuzung“.

Die Kosten für den Kreuzungsumbau gibt der stellvertretende Behördenleiter mit 139 000 Euro an: Exakt 112 868 Euro trägt der Bund, 26 132 Euro der Landkreis – so rechnet es Peuke aus.

Verworfen hat die Landesbehörde somit zwei Alternativen zu dem geplanten Kreuzungsumbau:

• Eine Ampel an der Stelle würde den Verkehrsfluss zu sehr behindern.

• Ein Kreisel wäre wegen dieser schiefwinkligen Kreuzung mit mindestens 650 000 Euro sehr viel teurer als die jetzige Lösung.

Die Bauunterlagen zu dem Kreuzungsumbau im Nordwesten von Stederdorf sind bis einschließlich Freitag, 2. November, im Peiner Rathaus und in der Kreisstraßenmeisterei des Landkreises in Peine, Pappelweg 10, während der üblichen Öffnungszeiten von der Bevölkerung einsehbar.

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