In Peine fliegen am Samstag die Tannenbäume

Peine  Beim Training auf dem Sportplatz vom MTV Vater Jahn Peine haben sich die Teilnehmer schon mal auf das widerborstige Wurfobjekt eingestellt.

Die Teilnehmer am Training für den Tannenbaum-Weitwurf in Peine. 

Die Teilnehmer am Training für den Tannenbaum-Weitwurf in Peine. 

Foto: Jörg Kleinert

. Der Stoßwurf mit Druck aus Hüfthöhe. Oder doch lieber der Drehschleuder- oder Überkopfschleuderwurf? Der eine schnappt ihn sich wie einen nassen Sack, der nächste wie einen Wurfspeer. Jeder versucht seine ganz eigene Technik zu finden, damit sein Weihnachtsbaum möglichst Weite gewinnt. Wir sind zu Besuch auf dem Sportplatz vom MTV Vater Jahn Peine an der Hollandsmühle beim Training zum ersten Peiner Tannenbaum-Weitwurf-Wettbewerb, der am Samstag auf dem historischen Marktplatz der Fuhsestadt steigt.

Veranstalter dieser Premiere ist das Bürger-Jäger-Corps in enger Zusammenarbeit mit der City-Gemeinschaft Peine. „Wir wollten für die Stadt einfach mal etwas Neues ausprobieren, etwas, das es in dieser Form in der Region noch nicht gibt“, sagt Ole Siegel, Vorsitzender der Citygemeinschaft. Ideen habe es viele gegeben, schließlich sei der Tannenbaum-Weitwurf-Wettbewerb als ideal befunden worden – auch, weil jeder jeden Alters daran teilnehmen könne. Der Gewinner des Tannenwurf-Wettbewerbs steht indes schon jetzt fest.

„Was am Ende an Geld übrig bleibt, spenden wir der Kinder- und Jugendhospizarbeit der Peiner Hospizbewegung“, kündigt Rolfdieter Wilke, Sprecher vom Bürger-Jäger-Corps an. Doch zurück zum Tannenwurf: Welche Technik ist denn nun die beste? Heinrich Meier, mit seiner Versicherung einer der Sponsoren der Veranstaltung, hat einige Würfe lang getüftelt und kommt zu diesem Ergebnis: „Seitlich am Körper entlang von unten mit beiden Händen ausschwingen, dann werfen und dabei mit der rechten Hand am Stumpf nachdrücken.“

Thomas Weitling hält den Schwungwurf mit viel Anlauf für passend. Auch der Peiner Bürgerschaffer hat sich an diesem Morgen die Schutzhandschuhe übergestreift und tritt mit Tanne in den Händen mehrmals an die Wurfmarkierung. „Der Wurf muss im Bogen erfolgen, die Spitze muss dabei vorne landen“, sagt Weitling.

Das macht durchaus Sinn, wie Ole Siegel meint. Denn: „Gemessen wird die Weite des Wurfes an der Tannenspitze.“ Der Citygemeinschaft-Chef bevorzugt folgende Wurftechnik: „Ich finde eine Art Schleuderwurf interessant, mit halber Drehung, aus der Hüfte.“ Zu beachten sei indes auch das Gewicht des hölzernen und stacheligen Sportgerätes. „Zu leicht ist schlecht, zu schwer ist auch problematisch“, meint Siegel nach mehreren Übungswürfen. Ist die Tanne bauchig, sei sie zu schwer und lande zu früh. Eine schlanke Pflanze fliege womöglich weiter.

Klar ist schon jetzt: Der Spaß und der gute Zweck stehen am 5. Januar im Vordergrund. Die Weite wird nicht mit Laser, sondern per Maßband ermittelt. Teilnehmen darf an den Wettbewerb jeder. Zugelassen werden auch selbst mitgebrachte Tannen. „Wer keinen Weihnachtsbaum dabeihat, der bekommt einen gestellt“, sagt Wilke. Für jene, die den Dreh am besten am kommenden Samstag raushaben, gibt es Preise – von der Reisen über den Sachpreis bis zum Gutschein.

Der erste Peiner Tannenbaum-Weitwurf-Wettbewerb:

Datum: Samstag, 5. Januar 2019 (10 bis 16 Uhr) Ort: historischer Marktplatz in Peine Startgebühr: Einzelpersonen zwei Euro; Gruppen ab drei Personen (Firmen, Vereine, Handel, Behörden) drei Euro – die Erlöse erhält der Verein Peiner Hospizbewegung für die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Anmeldung unter tannenbaumweitwurf@bjc-peine.de per Mail.

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