Kreis Peine: Verantwortung für die Situation liegt in Celle

Peine  Im Millionenspiel um das Peiner Klinikum werfen sich die Landkreise Celle und Peine untereinander Verfehlungen vor.

Die Verantwortung für die Probleme im Peiner Klinikum sieht der Landkreis Peine in Celle.

Die Verantwortung für die Probleme im Peiner Klinikum sieht der Landkreis Peine in Celle.

Foto: Archiv

. Der Ton wird rauer zwischen den Landkreisen Peine und Celle in Sachen Peiner Klinikum, das zur AKH-Gruppe gehört in Celle: Jedenfalls reagiert die Peiner Kreisverwaltung auf die Vorwürfe des AKH-Aufsichtsratsvorsitzenden und Celler Landrats Klaus Wiswe mit Unverständnis und schießt verbal zurück.

Nach der Celler Kreistagssitzung, in der dieses Gremium weitere 16 Millionen Euro zum Erhalt des Peiner Klinikums und damit auch des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) in Celle bewilligt hat, hat Wiswe erklärt: „Es ist klug, mit dem Klinikum Braunschweig über das Klinikum Peine zu reden. Aber das macht dann der AKH-Vorstand und nicht der Landkreis Peine, auf den man sich nicht verlassen kann.“

Darauf entgegnet Peines Kreissprecher Fabian Laaß: „Den Vorwurf, der Landkreis Peine sei nicht zuverlässig, können wir absolut nicht nachvollziehen.“ Die Verantwortung für die gesamte Situation liege in Celle. „Bei einer finanziellen Unterstützung dieser Größenordnung haben wir verständlicherweise verlangt, Steuerungsmöglichkeiten für das Klinikum Peine zu erhalten, so wie es in Celle der Fall ist“, stellt Laaß fest. „Dies wäre mit einer Verpflichtungsermächtigung seitens der AKH-Gruppe auch kurzfristig möglich gewesen – das wollte man uns allerdings nicht gewähren. Einen Blankoscheck auszustellen, ist für die Politik und die Verwaltung des Kreises Peine aber keine Option.“ Der Landkreis Peine sei bereit gewesen zu helfen und sei dazu noch immer bereit; er werde das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen, um für das Klinikum Peine und dessen Belegschaft eine verlässliche Zukunftsperspektive zu schaffen. „Diese Zukunftsperspektive sehen wir nach wie vor in einer Kooperation mit dem Klinikum Braunschweig“, betont Laaß.

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