Kolpingsfamilie Vechelde bittet um alte Handys

Vechelde.  Die Kolpingsfamilie aus Vechelde beteiligt sich an einer bundesweiten Aktion. Bürger können ihre alten Mobiltelefone spenden und so Gutes tun.

Bitten um Spenden (von links): Ludger Koenders, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Vechelde, Hubert Nolte, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Vechelde, und Reinhold Roer von der Kolpingsfamilie Vechelde

Bitten um Spenden (von links): Ludger Koenders, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Vechelde, Hubert Nolte, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Vechelde, und Reinhold Roer von der Kolpingsfamilie Vechelde

Foto: Privat

„Nicht mehr gebrauchte Handys spenden und Gutes tun!“ – mit diesem Aufruf war die die Sammelaktion der Kolpingsfamilie Vechelde im vergangenen Jahr gestartet. Bis jetzt hat die Kolpingsfamilie nach eigenen Angaben 300 Handys und Smartphones gesammelt und zum Recycling gegeben.

Das Kolpingwerk Deutschland habe so immerhalb eines Jahres mehr als 13.000 ausgediente Mobiltelefone zusammengetragen. „Darin enthalten sind insgesamt etwa 300 Gramm Gold, zwei Kilogramm Silber und fast 100 Kilogramm Kupfer. An diesen Erfolg will das Kolpingwerk zusammen mit Missio Aachen und Missio München anknüpfen und weiterhin gemeinsam Handys sammeln“, teilt die Kolpingsfamilie mit.

Niemand in der Kolpingsfamilie Vechelde habe zu Beginn der Sammelaktion mit diesem Erfolg gerechnet. „Daher setzen auch wir diese erfolgreiche Handyaktion fort und sammeln weiter Handys und Smartphones. Denn durch den technischen Fortschritt fallen laufend ausgediente Mobiltelefone an“, heißt es in der Mitteilung weiter.

In den Handys und Smartphones seien wertvolle Erze und Metalle verbaut – Rohstoffe, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut würden. „Die Menschen, die diese Stoffe aus dem Boden holen, sind oft schlimmster Gewalt ausgesetzt. Viele Menschen sind deshalb auf der Flucht oder versuchen zu fliehen“, teilt die Kolpingsfamilie weiter mit.

Die gespendeten Handys würden recycelt, um die wertvollen Rohstoffe zu gewinnen. Ein Anteil des Erlöses gehe zu gleichen Teilen an Missio und das Kolpingwerk Deutschland.

Das Kolpingwerk unterstütze mit seinem Anteil die „Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen“; Missio finanziere mit seinem Anteil Hilfsprojekte im Kongo.

Die Sammelstelle der Kolpingsfamilie Vechelde befindet sich weiterhin im Kleider-Shop des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hildesheimer Straße 12. Der DRK-Kleider-Shop ist montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Nicht mehr gebrauchte, auch defekte Handys und Smartphones, können dort mit Akku und Ladegerät abgegeben werden. SIM- und Speicherkarten sollten vorher entfernt werden.

Weitere Sammelstellen befinden sich in den katholischen Kirchen St. Gereon Vechelde, St. Elisabeth Wendeburg und Hl. Geist Lehndorf. Dort können Handys vor und nach den Gottesdiensten gespendet werden.

Nähere Informationen zur Aktion und dem Recycling im Internet unter www.kolping.de/handyaktion. Ansprechpartner der Kolpingsfamilie Vechelde ist Reinhold Roer, (0170) 7816 326.

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