Peine deckt einen reichen Gabentisch für Tiere in Not

Peine.  Das Tierheim an der Fritz-Stegen-Allee verfügt dank einer Spende nun auch über eine Spiel- und Trainingswiese für Hunde.

Tierheim-Leiterin Heike Brakemeier (von links), Brigitte Halbroth, Hansgünter Kleffmann und Sandra Papamann zeigen am Tag der offenen Tür im Tierheim den neuen Agility-Platz, eine Spiel- und Bewegungswiese für Hunde. Der Hund Enzo läuft furchtlos über die Wippe.

Tierheim-Leiterin Heike Brakemeier (von links), Brigitte Halbroth, Hansgünter Kleffmann und Sandra Papamann zeigen am Tag der offenen Tür im Tierheim den neuen Agility-Platz, eine Spiel- und Bewegungswiese für Hunde. Der Hund Enzo läuft furchtlos über die Wippe.

Foto: Thorsten Pifan

Der Gabentisch für Tiere im Peiner Tierheim war in diesem Jahr besonders reichhaltig gefüllt. Das lag nicht nur an der routinierten Organisation der Aktion am zweiten Advent, sondern auch am tatkräftigen neuen Vorstand, der im Sommer gewählt worden war. Denn von den neuen Köpfen gingen zahlreiche Impulse aus, und es haben sich etliche neue Mitglieder gefunden, die den Tierschutz unterstützen.

So konnten die Besucher am Sonntag zum Beispiel den neuen Agility-Platz bestaunen. Möglich gemacht hat den Bau Brigitte Halbroth, die mit ihrer Familie den Peiner Tierschützern schon seit 1987 die Treue hält und nun mit einer großzügigen Spende den Außenplatz gestalten ließ. „Mit dem neuen Trainingsplatz haben wir nun ganz andere Möglichkeiten, unsere Hunde zu trainieren und ihnen Auslauf und Training für den Kopf zu ermöglichen“, schwärmte Tierheim-Leiterin Heike Brakemeier.

Der neue Agility-Platz ist vor allem eine Spielwiese, auf der sich die neue Co-Leiterin des Peiner Tierheims, Sandra Papamann, mit den Hunden austobt. Sie ist für die Außenanlagen zuständig, während Brakemeier vor allem für den Innenbereich zuständig ist.

„Mit dem neuen Vorstand ist es auch gelungen, viele Ehrenamtliche zu mobilisieren“, sagte Brakemeier. Das Ergebnis wurde den Besuchern am Sonntag ebenfalls präsentiert: Die Außenanlagen waren gepflegt wie selten in den Vorjahren.

Aktuell sind im Tierheim sieben Hunde und 125 Katzen zu Gast. Dabei leben nicht alle Katzen in der Einrichtung an der Fritz-Stegen-Allee 20. „Knapp die Hälfte, rund 55 Katzen, haben wir in Pflegestellen untergebracht“, sagte die Tierheim-Leiterin. Und 25 davon haben eine lebenslange Pflegestelle. Sie werden nicht mehr vermittelt, weil sie 15 Jahre oder mehr Lebenszeit auf dem Pfoten haben. Auch wenn die Katzen nicht im Tierheim leben, zahlt der Tierschutzverein Futter und Medikamente.

Das Team vom Peiner Tierheim war am Sonntag komplett ehrenamtlich dabei, auch die hauptamtlichen Mitarbeiter unterstützen den Gabentisch auf diese Weise. Die Besucher konnten sich über die Katzen informieren. Die Quarantäne-Station war immer dicht belagert. Denn da waren die Katzen zu sehen.

Brakemeier nutzte die Gelegenheit, auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, dass wildlebende Katzen unbedingt kastriert werden müssen. „In Peine und Edemissen wird das schon gemacht – und wir haben von dort wesentlich weniger Fundtiere“, sagte sie. Im Vergleich deutlich mehr Katzen kommen aus Wendeburg, Lengede und Ilsede. „Dort müsste eine Kastrationspflicht dringend kommen“, erklärte Brakemeier. Zuständig sind die Kommunen.

Insgesamt sind im Tierheim in diesem Jahr rund 500 Katzen gelandet, von denen aber 400 auch schon wieder vermittelt werden konnten. Zu den Bewohnern im Tierheim zählen zudem zehn Kaninchen, zwei Meerschweinchen und zwei Nymphensittiche.

Die beiden Hängebauchschweine indes, die sich ebenfalls dort tummeln, werden nicht vermittelt. Das hängt auch mit den Auflagen zusammen, die es für die Schweine gibt, etwa wegen der grassierenden afrikanischen Schweinepest.

Am Gabentisch am Sonntag sind nach Rechnung des Tierschutzvereins 5000 Euro in bar zusammengekommen. Dazu kommen noch rund 1800 Euro in Sachspenden, beispielsweise Futter.

Brakemeier sagt, dass stets neue Pflegestellen für die Tiere gesucht werden. Wer sich für Tiere in Not engagieren möchte, kann zu den Öffnungszeiten Kontakt aufnehmen: (05171) 52558.

Peiner Tierschutzverein geht übrigens auf die Initiative von Margarete Meyer zurück, der Frau des Kommerzienrats Gerhard Meyer. Sie richtete am 20. März 1929 einen Aufruf an die Bevölkerung, dem Verein beizutreten. Der Tierschutzverein Peine und Umgegend wurde dann am 17. April 1929 gegründet und hat heute über 500 Mitglieder.

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