Corona-Virus: Infizierter von Edemisser Praxis untersucht

Peine.  Bei einem Rentner aus Eltze ist das Virus festgestellt worden. Eine Arztpraxis aus Edemissen hat bei ihm einen Abstrich gemacht.

Auf das Corona-Virus vorbereitet ist das Peiner Kreis-Gesundheitsamt mit Dr. Carit Grothusen (links) und Amtsleiterin Dr. Agnieszka Opiela.

Auf das Corona-Virus vorbereitet ist das Peiner Kreis-Gesundheitsamt mit Dr. Carit Grothusen (links) und Amtsleiterin Dr. Agnieszka Opiela.

Foto: Thomas Stechert / Archiv

Das gefährliche Corona-Virus klopft an der „Haustür“ des Landkreises Peine an. Ein 68 Jahre alter Rentner aus Eltze (Gemeinde Uetze) in der Region Hannover – direkt an der Kreisgrenze gelegen – hat sich mit diesem Virus infiziert: Das bestätigt der Landkreissprecher Fabian Laaß am Sonntag – aus diesem Grund hat es heute auch eine Lagebesprechung im Kreis-Gesundheitsamt in Peine gegeben.

Patient fährt nach Edemissen zum Arzt

Die Geschehnisse um den Rentner, der von einer Busreise aus Südtirol (Italien) nach Eltze zurückgekehrt ist, lassen sich so beschreiben: Aufgrund von Atemwegsbeschwerden ist der 68-Jährige zu seinem Hausarzt in der Gemeinde Edemissen gefahren. Dort steht – entsprechend den Empfehlungen – der Hinweis an der Eingangstür, dass sich infektiöse Patienten wegen der möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus nicht etwa in die Arztpraxis begeben, sondern zurück nach Hause fahren und von dort telefonisch den jeweiligen Arzt informieren sollen: Genau das hat der Rentner getan. „Daraufhin hat eine Mitarbeiterin der Praxis in Vollschutz den 68-Jährigen in Eltze aufgesucht und einen Abstrich gemacht“, schildert Laaß. In einem privaten Labor in Göttingen hat der Test dann zweifelsfrei ergeben, dass das Corona-Virus vorliegt.

Der Rentner bleibt in Quarantäne

Dem Mann geht es allerdings so gut, dass er nach unseren Informationen nicht – wie zunächst geplant – ins Klinikum in Großburgwedel gebracht werden muss: Vielmehr bleibt der Rentner (vorerst) zu Hause in Quarantäne. „Wir als Landkreis Peine sind in diesem Fall also nicht gefordert“, ergänzt Laaß.

Ende Januar ist ein Geschäftsmann aus dem Landkreis Peine, der von einer China-Reise zurückgekehrt ist, vorsorglich auf die Lungenkrankheit Corona untersucht worden – das Ergebnis: Das Corona-Virus wurde bei dem Mann nicht festgestellt. Es hat sich um eine Vorsichtsmaßnahme und nicht um einen offiziellen Verdachtsfall gehandelt. Das Corona-Virus kündigt sich an durch Erkältungssymptome wie Husten, Fieber und Schnupfen.

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