Die KVHS Peine bietet Online-Vorträge an

Peine.  Die Vorträge werden in Echtzeit mitverfolgt. Es besteht die Möglichkeit, Fragen per Online-Chat einzubringen und mitzudiskutieren.

KVHS-Leiterin Stefanie Laurion (von links), Ingrid Knobbe und Knut Arnold bieten „Bildung online" an – von zu Hause aus, kostenfrei und Corona-ansteckungsfrei.

KVHS-Leiterin Stefanie Laurion (von links), Ingrid Knobbe und Knut Arnold bieten „Bildung online" an – von zu Hause aus, kostenfrei und Corona-ansteckungsfrei.

Foto: KVHS Peine

Die Kreisvolkshochschule Peine startet eine Reihe von Online-Angeboten, die bequem von zu Hause und kostenlos genutzt werden können. Das Team der KVHS hat in Kooperation mit anderen Volkshochschulen aus der Reihe „vhs.wissen live Spezial und smart democracy“ ein Online-Angebot zusammengestellt. Geboten werden Vorträge zu aktuellen Themen, vorgetragen von hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Gesellschaft.

Themen wie „Mit Messer und Gabel das Klima retten? Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst“oder „Künstliche Intelligenz. Fakten – Chancen – Risiken?“, aber auch das Thema „Die Biologie der glücklichen Liebe: Alles Evolution – oder könnten wir auch ganz anders?“ werden von Expertinnen und Experten vorgestellt. Die Referenten stehen außerdem im Anschluss zum digitalen Austausch zur Verfügung.

Die einzelnen Vorträge stehen entgeltfrei als Live-Übertragung via Internet zur Verfügung. Stefanie Laurion, die neue Leiterin der Peiner Kreisvolkshochschule, betont insbesondere die Flexibilität des neuen Angebots: „Eine Teilnahme ist von überall oder daheim ausmöglich. Die Vorträge werden in Echtzeit mitverfolgt, und es besteht die Möglichkeit, Fragen per Online-Chat einzubringen und mitzudiskutieren.“ Und Laurion kündigte schon jetzt an: „Weitere Online-Vorträge und Online-Veranstaltungen werden folgen.“

So melden sich Interessenten an

Die Anmeldung erfolgt über die KVHS-Website www.kvhs-peine.de oder per E-Mail anmeldung@kvhs-peine.de oder telefonisch (05171) 401-3043. Der Zugangslink für den Vortrag wird dann zugesendet.

So funktionieren die Online-Vorträge

Alle Veranstaltungen werden live gestreamt. Nach Registrierung bei der KVHS Peine erhält der Teilnehmer den Link zum Livestream per E-Mail. Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv ander Diskussion zu beteiligen.

Das Angebot im April

Gleich an diesem Dienstag, 14. April, 19.30-21 Uhr, geht es los. Das Thema des ersten Online-Vortrags lautet: Das große Nein: Eigendynamik und Tragik des gesellschaftlichen Protests. Klimaproteste, Gelbwesten, Pegida, Occupy, Hongkong, Arabellion - die Anlässe sind vielfältig, die Inhalte unterschiedlich. Der Soziologie-Professor Armin Nassehi erklärt, wie aus Kritik Protest wird, wie er eingebettet ist in die Kommunikationslogik unserer Zeit, wie sich seine Eigendynamik entfaltet und worin genau die Tragik des Protests besteht.

Dienstag, 21. April, 19-21 Uhr: Mit Messer und Gabel das Klima retten? Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit Essgewohnheiten, Klimawandel und Ressourcen. Zwei Referentinnen vom Ecologic Institut und vom WWF geben Tipps zu nachhaltiger und gesunder Ernährung sowie Anstöße, um seine eigenen Gewohnheiten zu reflektieren und zu verändern.

Mittwoch, 22. April, 19.30-21 Uhr: Künstliche Intelligenz. Fakten – Chancen – Risiken? Wir sind beim Thema künstliche Intelligenz hin- und hergerissen zwischen Verheißungen, die von autonomen Fahrzeugen über Roboterbutler bis zur individualisierten Medizin reichen, und Schreckszenarien von Manipulationen und Fakes über den Überwachungsstaat bis zur Machtübernahme der Maschinen. Die Wissenschaftsjournalistin und Sachbuchautorin Dr. Manuela Lenzen versucht in ihrem Vortrag zu klären, warum diese Technologie uns zugleich verwirrt und fasziniert.

Donnerstag, 23. April, 19.30–21 Uhr: Die Biologie der glücklichen Liebe: Alles Evolution - oder könnten wir auch ganz anders? Die romantische Liebe ist einer der großen Mythen unserer Zeit. Sie wird verehrt und verdammt, sie kann quälende Eifersucht und tiefste Verzweiflung, aber auch höchstes Glück bedeuten, Freundschaften zerstören und moralische Systeme hinwegfegen. Wie lässt sich das Liebesleben der Menschen aus biologischer Sicht verstehen? Professor Dr. Thomas Junker engagiert sich für die Vermittlung evolutionsbiologischer Kenntnisse und lehrt Geschichte der Biowissenschaften ander Universität Tübingen.

Dienstag, 28. April, 19.30–21 Uhr: Kein Ende der Gewalt? Wie kann eine Friedensethik im 21. Jahrhundertaussehen? In der Friedensethik vollzog sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Paradigmenwechsel: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Frage, unter welchen Bedingungen die Anwendung militärischer Gewalt gerechtfertigt sein kann, sondern welche Wege zum Frieden führen. Der Vortrag analysiert die Kriegserfahrungen und Friedenshoffnungen der Menschen von der Antike bis zur Gegenwart. Er verfolgt die Entwicklung der Lehre vom gerechten Krieg und skizziert die Herausforderungen einer Friedensethik für das 21. Jahrhundert. Professor Dr. Eberhard Schockenhoff lehrt Moraltheologie an der Universität Freiburg.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder