Unbekannter schießt in der Peiner Südstadt seit Monaten auf Vögel

Peine.  Immer wieder werden tote Tiere mit „kleinen Löchern“ gefunden. Die Polizei ist auf Zeugenbeobachtungen angewiesen.

Die Krähe, auf die wahrscheinlich Ende des Jahres in der Peiner Südstadt geschossen wurde. Der Tierarzt, der sie untersuchte, musste sie einschläfern und stellte eine zerfetzte Schulter und Blei im Körper des Vogels fest.

Die Krähe, auf die wahrscheinlich Ende des Jahres in der Peiner Südstadt geschossen wurde. Der Tierarzt, der sie untersuchte, musste sie einschläfern und stellte eine zerfetzte Schulter und Blei im Körper des Vogels fest.

Foto: Privat

Ein Knall, plötzlich fällt ein Vogel aus dem Baum. Das erleben Anwohner in der Peiner Südstadt seit einiger Zeit. Zuletzt gab es wieder einen Vorfall im Ottmachauer Weg. Ein Tierarzt konnte die schwer verletzte Krähe nur noch einschläfern – und stellte Blei in dem Körper des Vogels fest. Eine Bürgerin erzählt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sie den ersten Vorfall bereits Ende Oktober erlebt habe. Damals sei eine Taube verletzt worden. Die Frau rief die Polizei, weil sie auch einen Knall, womöglich den Schuss, gehört hatte. Die Polizei kam, konnte vor Ort aber keinen Schützen ausfindig machen. „Auch die Taube wurde damals nicht mehr gefunden“, sagt auf Nachfrage unserer Zeitung Polizeisprecher Matthias Pintak.

Krähe hat „zerfetzte Schulter“, Tierarzt muss sie einschläfern

Ende des Jahres war wieder ein Knall zu hören und eine verletzte Krähe lief durch den Garten einer Anwohnerin. Die berichtet, dass sie diese eingesammelt und zu einem Tierarzt in Wolfenbüttel, der auf Vögel spezialisiert sei, gebracht habe. Der habe das Tier aber nur noch einschläfern können. Die Diagnose, so die Anwohnerin: „Eine zerfetzte Schulter und Blei im Körper.“

Auffällig viele tote Tauben

„Schon vorher wurden hier auch andere tote Vögel mit kleinen Blutungen oder Löchern gefunden“, erzählt die Bürgerin. Auch Nachbarn berichteten, dass auffällig viele tote Tauben zu finden seien dieser Tage. Nach dem jüngsten Vorfall rund um den Jahreswechsel rief die Anwohnerin erneut die Polizei. Die hatte darum gebeten nach dem vermeintlichen Schuss Ende Oktober. Aber wieder war kein Schütze auszumachen.

Die Polizei braucht Hinweise von aufmerksamen Zeugen

Deswegen bittet der Polizeisprecher darum, möglichst genau zu beobachten und zu hören. Es helfe womöglich schon weiter, wenn eingeordnet werden könne, aus welcher Richtung der mögliche Schussknall kam. Besser sei es natürlich, konkret etwas zu sehen.

Schüsse in Wohngebieten sehr gefährlich

„Beim Thema Schießen sind wir sehr sehr sensibel“, betont Matthias Pintak. Bürger und Zeugen sollten in solchen Fällen, besonders bei vermeintlichen Schüssen in Wohngebieten, sofort die Polizei über die „110“ anrufen.

Art der Waffe ist noch unklar

Mit was genau womöglich auf die bisher in der Peiner Südstadt getöteten Vögel geschossen wurde, ist unklar. Die Tierarztpraxis, in der die Krähe vom jüngsten Vorfall eingeschläfert werden musste, ist wegen einer Corona-Lage derzeit geschlossen. Ob mit einer Luftdruckwaffe und sogenannten Diabolos als Patrone geschossen wurde, oder gar mit einer Kleinkaliber-Waffe, mit der eine Art Schrot verschossen werden kann, ist derzeit offen.

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