Staatsanwaltschaft Hildesheim

Geköpfte Katze am Bahnübergang in Peine gefunden

| Lesedauer: 3 Minuten
Ein Teil der Katze, den Bürger aus Peine neben und in Müllsäcken am Bahnübergang fanden. In einer kleineren Tüte lag der abgetrennte Kopf. (Symbolbild)

Ein Teil der Katze, den Bürger aus Peine neben und in Müllsäcken am Bahnübergang fanden. In einer kleineren Tüte lag der abgetrennte Kopf. (Symbolbild)

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa (Archiv)

Peine.  Neben und in Müllsäcken liegen zwei Teile der Katze. Der Tierschutzverein Peine und Umgegend erstattet Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim.

Die Fragen, „wer macht so etwas und warum?“, dürften erneut schwer zu beantworten sein. An einem Bahnübergang in Peine fanden Bürger eine tote Katze mit abgetrennten Kopf. Ein Zugunfall ist eher unwahrscheinlich. Offenbar wurd das Tier dort entsorgt.

Der Tierschutzverein Peine und Umgegend e.V. vom Peiner Tierheim teilte am Donnerstag mit, dass er wegen des Vorfalls Strafanzeige wegen Tierquälerei beim Tierschutzreferat der Staatsanwaltschaft Hildesheim erstattet habe.

Abgetrennter Kopf in der Brötchentüte

So schildert der Verein, das, was bisher bekannt ist: Ein Bürger aus Peine sei am 1. Februar mit seinem Fahrrad von den Peiner Festsälen kommend in Richtung Ilseder Straße unterwegs gewesen. Am Bahnübergang an der Nord-Süd-Brücke habe er mehrere Müllsäcke gefunden. „Einer der Müllsäcke war zerrissen, und die Überreste einer Katze lagen daneben“, so der Tierschutzverein. „In einer Brötchentüte daneben befand sich der abgetrennte Kopf der Katze.“

Die Polizei Peine sei informiert worden. Davon habe der Verein über einen Eintrag auf der Facebook-Seite „Unser Peiner Land“ erfahren.

Wem gehört der Schlüsselbund, der am Fundort der Katze lag?

Am nächsten Tag habe die tote Katze noch vor Ort gelegen. Ein Mitglied des Vereins habe sie eingesammelt und ins Tierheim Peine gebracht. Am nächsten Tag habe der Verein die Mülltüten am Fundort eingesammelt, dabei sei auch ein „Damen-Schlüsselbund“ gefunden worden.

Tierarzt: Kopf am dritten Halswirbel sauber abgetrennt

Der Verein schildert der Staatsanwaltschaft weiter, dass Dr. med. vet. Georg Heiber als „Vertragstierarzt des Tierheims Peine“ in seiner Praxis in Abbensen die tote Katze untersucht habe. Ergebnis unter anderem: „Der Katze wurde der Kopf am dritten Halswirbel sauber abgetrennt. Dieses schließt einen Auto- oder Bahnunfall aus. Es könnte eine Drahtfalle, Messer oder Beil gewesen sein. Sonst wies die Katze keine weiteren Verletzungen auf.“

Diverse Katzen derzeit vermisst

Weiter schreibt der Verein: „Da im gleichen Zeitraum mehrere Katzen in diesem Bereich vermisst wurden, informierte das Tierheim einige Besitzer, wovon keiner die Katze erkannte.“ Zuletzt hatte es unter anderem aus Groß Gleidingen Berichte über Katzen-Entführungen und -Tötungen gegeben. Die Polizei ermittelt noch in einem aktuellen Fall.

1000 Euro Belohnung ausgesetzt

Der Tierschutzverein Peine und Umgegend setzt eine Belohnung von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim teilte am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage mit, dass die Anzeige des Peiner Vereins noch nicht „im System“ vorliegt. Gehe sie ein, werde wie immer geprüft, ob ein Anfangsverdacht besteht, der Ermittlungen zur Folge haben muss. Dazu komme, nach Prüfung aller Informationen, die strafrechtliche Einordnung.

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