Lederhautbauch holt inzwischen nur noch die Bälle

Zwischen Faszienkurs, Müsli- und Salatbuffet oder Powerirgendwas. Ich gehe lieber zu Ausschlafen 3.

Mitarbeiterporträt Arne Grohmann Redaktion Peine Redakteur

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Foto: Peter Sierigk

Während der Beobachtungskur in meinem Club-Urlaub habe ich unterschiedliche Typen ausgemacht. Beispielsweise im Bereich Sport: Da gibt es die Kategorie Ich – quasi das ganze junge Leben lang Training, nun froh, keine Verpflichtungen mehr zu haben, in der körperlichen Formvollendung alle Hoffnung und Ansprüche aufgegeben; Lieblingskurse in dem umfangreichen Club-Angebot: Ausschlafen 3 oder Mittagsbier 5. Dann gibt es die, die erst sehr spät die (optische) Wirkung des Sports für sich entdeckt haben und nun panische Angst haben, in ihr altes, dickes Leben zurückzufallen. Quasi sportbulimisch hetzten sie zwischen dem Faszienkurs, dem Müsli- oder Salatbereich des Buffets und Powerirgendwas am abendlichen Strand hin und her. Und es gibt die Altstars, die sich zwar gut gehalten haben, immer noch „im Training“ sind, ihrem alten Rhythmus etwas abgeschwächt beibehalten, die aber leider nicht ganz so gut sind in der Selbsteinschätzung ihrer früher wahrscheinlich mal geschmeidigen motorischen Fähigkeiten. Mit Lederhautbauch und steifem Rücken sind sie, wie früher, bei jedem Beachvolleyball-Spiel dabei – und holen die ausrollenden Bälle, die knapp neben ihnen auf den Boden plumpsen, meistens mit dem Satz dazu: „Oh, doch drin!“. Die Typenkategorien „beim Essen“ und „an der Bar“ folgen bei Bedarf. Gut Sport!

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