Zirkusmusik am Mittag

Wenn die Zirkusmusik mittags vor meinem Balkon ertönt, dann rieche ich förmlich das Popcorn, sehe Pennywise aus der Gosse hervorschießen.

Es riecht nach Popcorn – und auch ein wenig nach Heu und Stroh. Nach Manege. Blecherne Musik ertönt. Als wenn jemand die Handkurbel an einem alten Leierkasten dreht. Und dann springt der Deckel auf und er hervor – nicht der lustige Kinderschreck im Clownskostüm an einer Sprungfeder. Sondern Pennywise, das Clowns-Monster aus Stephen Kings Roman „Es“, das gekommen ist, um den kleinen Georgie mit sich zu nehmen in die finstere Kanalisation der US-Kleinstadt Derry. Daran muss ich seit dieser Woche täglich denken. Wenn die Zirkusmusik mittags vor meinem Balkon ertönt, dann rieche ich förmlich das Popcorn, sehe Pennywise aus der Gosse hervorschießen mit gebleckten Zähnen. Einen roten Luftballon in der rechten Hand. Und dann bin ich froh, dass es doch nur wieder die kleine Handwerkertruppe ist, die jeden Tag mit ihrem Transporter auf dem Weg in die Nachbarstraße ist und dabei ihre eigenwillige Zirkusmelodie durch die geöffneten Autoscheiben ertönen lässt.

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