Nach brutaler Attacke – ein Beschuldigter räumt den Angriff ein

Woltwiesche  Drei Männer aus der Gruppe der Angreifer schweigen zum konkreten Verlauf der Prügelei, bei der zwei Opfer schwer verletzt wurden.

Blick von der Großen Straße in Woltwiesche in die Fuhsestraße in Richtung Lengede, wo die vierköpfige Gruppe die zwei Männer fast tot prügelte. Die Angreifer sollen zuvor von einer privaten Feier gekommen sein.

Foto: Udo Starke

Blick von der Großen Straße in Woltwiesche in die Fuhsestraße in Richtung Lengede, wo die vierköpfige Gruppe die zwei Männer fast tot prügelte. Die Angreifer sollen zuvor von einer privaten Feier gekommen sein. Foto: Udo Starke

Woltwiesche. Wenn sie für schuldig befunden und verurteilt werden, drohen den vier Männern, die am vergangenen Samstag in Woltwiesche zwei 29 und 39 Jahre alte Männer bei einem Angriff mit Tritten und Schlägen schwer verletzten, hohe Strafen. Doch noch laufen die Ermittlungen.

Zu dem Angriff hatte die Staatsanwaltschaft Hildesheim bereits mitgeteilt, dass die Prügelattacke aus bisher nicht nachvollziehbarem Anlass stattgefunden habe. Die mutmaßlichen Täter im Alter von 17 und 21 Jahren aus dem Bereich Salzgitter hätten zu viert auf ihre beiden Opfer eingeschlagen – mit Fäusten, auch mit einer Flasche. Und als die Männer schon verletzt am Boden lagen, hätten sie noch massiv auf deren Köpfe eingetreten.

Auf Nachfrage unserer Zeitung konkretisierte am Mittwoch Christina Pannek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim: Juristisch handelt es sich bei dem Angriff um „eine das Leben gefährdende Behandlung“.

Besonders bei Tritten ins Gesicht oder gegen den Kopf sei es nicht absehbar, ob die Opfer so einen Angriff überleben. Das könnten auch die Täter nicht abschätzen oder kalkulieren.

Während der 29-Jährige das Krankenhaus auf eigenem Wunsche verlassen habe, sei der 39-Jährige deutlich schwerer verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. „Er ist auf der Intensivstation“, ergänzte Christina Pannek. Der 39-Jährige habe eine Vielzahl von Frakturen am Kopf. Dem 29-Jährigen seien mehrere Schnittverletzungen am Kopf zugefügt worden.

Weiterhin keine Angaben gab es am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft zur konkreten Herkunft der beiden Opfer. Die vier Beschuldigten seien in Woltwiesche auf einer privaten Feier gewesen. Diese habe nicht im Sportheim von Viktoria Woltwiesche stattgefunden. Das befindet sich an der Fuhsestraße, in der es den Angriff gab. Die beiden Opfer seien nicht auf der Feier gewesen, nur die Straße entlang gegangen und dort auf die vier Männer getroffen, die sie dann zusammentraten.

Die vier Beschuldigten seien vernommen worden und ließen sich inzwischen durch Anwälte vertreten, teilte Christina Pannek weiter mit. Drei schwiegen bisher zum genauen Tathergang. Einer der Männer habe den Angriff der Gruppe im Groben eingeräumt.

Die Auswertung der Spuren laufe weiter. In den nächsten Tagen seien aber nicht unbedingt neue Erkenntnisse zu erwarten.

Anwohner waren am Samstag auf die Prügelei aufmerksam geworden. Sie riefen die Polizei. Als die Beamten eintrafen, entdeckten sie die Verletzten auf der Straße liegend. Die Täter waren geflüchtet, konnten aber von Zeugen benannt und verhaftet werden.

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