Hagel richtete in Vechelde und Lengede Schäden an

Vechelde  Viele Leser meldeten Schäden. Keine Unwetter-Einsätze für die Peiner Polizei und die Freiwilligen Feuerwehren.

Das Unwetter auf seinem Höhepunkt – dicke Eisklumpen prasseln in Vechelde nieder. Etliche Autos wurden zerbeult.

Das Unwetter auf seinem Höhepunkt – dicke Eisklumpen prasseln in Vechelde nieder. Etliche Autos wurden zerbeult.

Foto: Ulrich Neumann

Es war das heißeste Pfingstwochenende seit Jahrzehnten im Peiner Land – doch eine Gewitterfront hat am Pfingstsonntag in unserer Region einzelne schwere, lokal begrenzte Unwetter mit Sturm und Hagel gebracht.

Die Gemeinden Vechelde und Lengede waren von einem heftigen Hagelschlag betroffen. Etliche Autos wurden zerbeult, zahlreiche Carport- und Terrassendächer von bis zu tennisballgroßen Hagelkörner durchlöchert. In anderen Teilen des Landkreises Peine dagegen gab es auch kräftige, aber nur kurze Schauer, teils mit etwas Hagel – und dann schon wieder strahlenden Sonnenschein.

Der Unwetter-Spuk im Peiner Land dauerte nur Minuten. Doch viele Menschen waren in Angst und Schrecken versetzt – auf den Internet- und den Facebook-Seiten unserer Zeitung gab es in kurzer Zeit Tausende von Klicks und Dutzende von Kommentaren.

An Polizei und den Freiwilligen Feuerwehren in den betroffenen Peiner Gemeinden indes zog das Unwetter – im wahren Wortsinn – offenbar vorbei. Im Polizeikommissariat Peine wurden keine Unwetter-Einsätze registriert, ebenso wie bei den Feuerwehren.

„Wir hatten null Einsätze“, berichtete Daniel Goebel, Sprecher der Vechelder Wehren, am Montag. Betroffen wurde der Feuerwehrmann allerdings selbst: „Ich war gerade im Auto auf dem Heimweg von Timmerlah nach Vechelde – mein Auto wurde von Eisklumpen erheblich zerbeult.“ Da hätten andere Autofahrer mehr Glück gehabt, die im letzten Moment „Unterschlupf“ zum Beispiel unter Tankstellendächern gefunden hätten.

Ebenso die Lage in Lengede: „Bei uns gab es keine Feuerwehr-Einsätze“, sagte Sprecherin Kathrin Zimmermann. Ihr erging es im Übrigen wie ihrem Vechelder Kollegen Goebel: „Auch unser Auto hat Hagel-Beulen.“

Olaf Ristau, der in Vechelde eine private Wetterstation betreibt, bezifferte die Niederschlagsmenge auf rund 25 Liter innerhalb von zehn Minuten – „und da war der nicht getaute Hagel noch nicht mit drin“. Zudem sei zeitweise das Internet ausgefallen.

Ulrich Neumann aus Vechelde berichtete von einer kurzzeitigen Überflutung der Fasanenstraße. Und: „So schnell wie das Unwetter kann, war auch die Sonne wieder zu sehen.“

Auf unseren Internetseiten meldeten Leser Sachschäden oder schilderten ihre Erlebnisse. Hier eine Auswahl:

Peter Uhlig aus Woltwiesche: „Uns hat es voll erwischt. Pflanzen, Garten und Auto – alles hin.

Stephanie Schmid aus Lengede: „Schwerer Hagelschauer, mehrere Autos mit Schaden, Carports. Jetzt wieder Sonne.“

Christian Nimtz aus Vallstedt: „Auto und Carport kaputt.“

Iris Wolpert-von Der Wehd aus Bettmar: „Etwas Regen mit Hagel, aber nicht wirklich schlimm. Sonne wieder da – alles gut.“

Julia Schierding aus Groß Lafferde fotografierte das völlig zerstörte Carport-Dach.

Ray Schickeria berichtete vom „Weltuntergang in Lengede“, großen Hagelkörner und durchlöcherten Terrassendächern.

Julia Kather aus Münstedt: „Nur fingernagelgroße Hagelkörner – alles heile geblieben.“

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