Schmuddelwetter schreckt viele ab

Vechelde  Die dritte Vechelder Skater-Nacht der Werbegemeinschaft mit Moonlight-Shopping fällt regelrecht ins Wasser.

Brrrr… es war nass, es war kalt. Leises Zähneklappern bei den Inlineskatern, Skate- und Longboardern, leises Zähneknirschen bei den Geschäftsleuten. Die Vechelder Skater-Night inklusive Moonlight-Shopping und Livemusik wurde am Freitagabend von beständigem, durchdringendem Sprühregen begleitet.

Auf der zwischen evangelischer Kirche und Bürgerzentrum für den Autoverkehr abgesperrten Hildesheimer Straße tummelten sich längst nicht so viele Besucher wie es sich die veranstaltende Vechelder Werbegemeinschaft erhofft hatte. Bestenfalls ein Dutzend Sportbegeisterte nutzten die Freiheit auf der Vechelder Hauptverkehrsstraße. „Na klar bin ich traurig, dass das Wetter nicht mitspielt“, sagte Zweirad-Händler Andreas Fenske, Mitglied der Werbegemeinschaft, und zuckte mit den Schultern. „Aber das Wetter kann man halt nicht planen.“

Skaten, bis die Rollen glühen – das war am Freitagabend kaum möglich. Die Nässe auf dem Asphalt kühlte die Rollen der Sportgeräte immer wieder herunter. Manuel, ein junger Skateboard-Fahrer mit auffälligem Sturzhelm, gehörte zu den wenigen Hartgesottenen, die die Hildesheimer Straße zu ihrer Rennstrecke machten. „Ich dachte mir, ich lasse mir von dem schlechten Wetter nicht die Chance nehmen, hier ein bisschen herumzudüsen“, sagte der junge Bodenstedter. Die Regentropfen liefen ihm derweil vom Helm in den Nacken. Gänzlich wohl fühlte er sich aber nicht mehr. „Anfangs hat es noch richtig Spaß gemacht, aber je nasser es wird, desto unangenehmer ist es. Vor allem, wenn die Füße nass werden.“

In den Läden und an den Verkaufs- und Informationsständen der Vechelder Geschäftsleute war an diesem Abend nur wenig los. Axel Hirsch, Chef des Rewe-Marktes, versuchte die Laune der wenigen Besucher auf andere Weise anzuheben. Er verteilte 72 Kilo Bananen, 50 Kilo Äpfel und 50 Flaschen Smoothie-Getränke – kostenlos. „So bekommen die Besucher bei diesem Schmuddelwetter wenigstens noch ein paar Vitamine mit“, sagte Hirsch.

Dem Regen trotzte in der Taubenstraße auch die Braunschweiger Folk-Pop-Band Kayleigh. Die fünf Musiker um Sängerin Konni Selonke hatten sich und ihre Technik unter ein schützendes Zeltdach gestellt. Nebenan standen einige hartgesottene Musikfans. Sie schützten sich Bratwurst kauend unter dem Vordach des Bierstands vor dem Regen und lauschten dem ersten Song der Band: „Rain’s falling“.

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