Wunsch zum Firmenjubiläum – Geld für einen Defibrillator

Vechelde.  Die Physiotherapeutin Saskia van de Beek feiert das 20-jährige Bestehen ihrer Praxis in Vechelde und bittet um Spenden für dieses Gerät.

Die Physiotherapeutin Saskia van de Beek bei der Arbeit in ihrer Praxis in Vechelde.  

Die Physiotherapeutin Saskia van de Beek bei der Arbeit in ihrer Praxis in Vechelde.  

Foto: Harald Meyer

Ausgerechnet zum Beginn der Karnevalssaison – vor 20 Jahren – hat alles begonnen: Am 11. November 1998 hat Saskia van de Beek ihre Physiotherapiepraxis – damals noch an der Hildesheimer Straße in Vechelde – eröffnet; nun verbindet sie das 20-jährige Bestehen ihrer Firma – inzwischen an der Peiner Straße im Ort ansässig – mit einem wichtigen Anliegen: den Kauf eines Defibrillators (Defi).

Doch zurück in das Jahr 1998 – in die Zeit, als der Sozialdemokrat Gerhard Schröder gerade Bundeskanzler und damit Nachfolger von Helmut Kohl geworden ist: An den Eröffnungstag ihrer Praxis kann sich Saskia van de Beek noch lebhaft erinnern. „Am Vormittag haben die Krankenkassen meine Räume abgenommen, am Nachmittag hatte ich bereits meine ersten Patienten“, blickt die 43-Jährige mit langen blonden Haaren zurück. Eine eigene Praxis zu haben, und das mit 23 Jahren, das sei zwar ein Wagnis gewesen, sagt sie heute fast etwas ungläubig. Aber es war offenbar wohl überlegt, denn: „In den ersten eineinhalb Jahren habe ich – parallel zu meiner eigener Praxis – noch stundenweise in der Physiotherapiepraxis gearbeitet, in der ich zuvor bereits angestellt war“, berichtet Saskia van Beek – eine Absicherung also für den Fall, dass es doch nicht klappt mit der Selbstständigkeit.

Inzwischen ist allerdings längst klar: Es hat geklappt – und das so gut, dass die ausgebildete Physiotherapeutin vor fünf Jahren mit ihrer Praxis in einen Neubau an der Peiner Straße (am Fitness-Studio van de Beek) gezogen ist. Aus den 80 Quadratmeter großen Räumlichkeiten sind am neuen Standort 180 Quadratmeter geworden, aus einer Angestellten sind neun geworden.

Das alles ist die Folge davon, dass „die Zahl unserer Patienten enorm angestiegen ist“, vergleicht die Saskia van de Beek: „Früher habe ich die Termine mit den Patienten zwischendurch erledigt, heute haben wie alleine drei Rezeptionskräfte.“ Zum einen sei die Gemeinde Vechelde gewachsen, zum anderen seien solche Dinge wie Rückenbeschwerden und Gewichtsprobleme heute generell verbreiteter als noch vor 20 Jahren. „Wir bewegen uns zu wenig – das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche“, stellt die Firmenchefin fest: „Ich würde gerne noch zwei, drei Physiotherapeuten einstellen“, setzt sie hinzu und beklagt den Fachkräftemangel in ihrer Branche.

Das 20-jährige Firmenbestehen will Saskia van de Beek im Frühjahr mit einem Fest für die gesamte Bevölkerung feiern. Von Geschenken bittet sie aber Abstand zu nehmen, statt dessen wünscht sie sich Geldspenden für ihren „Herzenswunsch“: „Ich möchte in meiner Praxis einen Defibrillator aufstellen, den jedermann im Notfall nutzen kann – ein solches Gerät kann Leben retten.“ Vor der Bedienung des „Defis“ muss niemand zurückschrecken, denn das Gerät (anzuwenden bei Herzschwäche) gibt mit einer Stimme die erforderlichen Anweisungen, so dass auch nicht Geübte damit umgehen können; im Übrigen sind auch alle Praxismitarbeiter versiert im Umgang mit dem „Defi“. Rund 2000 Euro setzt Saskia van de Beek als Kosten für ihn an; von Montag,12. November, an steht eine Spendenbox in der Praxis „Van De Beek – physio“ in Vechelde, Peiner Straße 27.

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