Namibia kommt Vechelde im Gottesdienst näher

Köchingen  Im Namibia-Gottesdienst hat die Propstei am Sonntag dieses afrikanische Partnerland vorgestellt und näher gebracht.

Die Trommelgruppe Nzubi sorgte im Gottesdienst in Köchingen für afrikanische Töne.

Die Trommelgruppe Nzubi sorgte im Gottesdienst in Köchingen für afrikanische Töne.

Foto: Laura Ludwig

. Bereits zum neunten Mal fand der Namibia-Sonntag der Landeskirche Braunschweig statt. Der Gottesdienst wird immer am zweiten Sonntag im Februar in unterschiedlichen Ortschaften in der Propstei Vechelde veranstaltet, dieses Mal mit einem besonderen Gottesdienst „Namibia mit allen Sinnen“ in der St.-Marien-Kirche in Köchingen.

Zum Einstieg hatte der Arbeitskreis Namibia ein Märchen aus Namibia vorbereitet: das Märchen von dem Hasen, der dem Hund die Schuhe stielt. „Und wenn heute ein Hund einen Hasen sieht, dann springt er gleich ihm nach und versucht, seine Schuhe zurückzubekommen.“ Im Anschluss trat Margrit Seidel vor und erzählte von ihren Eindrücken, den farbenprächtigen Tüchern, Gewändern und Taschen, die sie in ihrem Namibia-Aufenthalt 2012 gesammelt hat. „Ich habe das so erlebt, dass die Menschen eben nicht in diesen Trachten rumliefen, sondern wie wir auch in Hosen und Röcken, aber sie zeigen ihre volkstümlichen Gewänder gern, wenn sie in Deutschland sind“, erklärt Margrit Seidel.

Nach dem Motto „Afrika schmecken“ wurden Kekse in der Form des afrikanischen Kontinents herumgereicht. Gundel Templin erzählte von der Esskultur in Namibia: „Die Essgewohnheiten in dem afrikanischen Land unterscheiden von den unseren. Zumeist isst man in Namibia nur ein- oder zweimal am Tag. Es gibt eigentlich immer Fleisch wie Rind, Ziege oder Lamm und als Beilage Gemüse und Hirse, Porridge oder Maisbrei. Und sie verwenden sehr facettenreiche Gewürze.“

Damit die etwa 50 Besucher einen Eindruck bekommen, wie ein namibinisches Gericht duftet, hat Soja Fromhage ein Tablett mit Gewürzen, Kräutern und Rosenblättern zusammengestellt.

Um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen, wurden Kirchenlieder in Deutsch und Oshivambo, der weit verbreiteten Sprache Namibias, gesungen. Musikalische begleitet wurde von Petra Mecke-Heilmann und der Trommelgruppe Nzubi.

Harald Welge, Pastor in Sonnenberg/Timmerlah, war eine Woche zuvor auf Geschäftsreise in Namibia gewesen und traf sich dort mit Shekutaamba Nambala, dem Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Namibia. „Ich habe mit dem Bischof gesprochen – er hat ein Thema, über das er gerne spricht: die Geschichte., erklärte Welge in seiner Bilderpräsentation und erinnerte die Besucher an einen Satz aus dem 1. Moseuch. „Wir brauchen Geschichte, wir müssen Geschichte kennen, um die Zukunft zu erkennen. Macht euch die Welt untertan, so steht es in der Bibel, das ist unser Auftrag. Wir sehen das Gute und das Schlechte und dafür und für die Zukunft liegt die Verantwortung in unser aller Hand.“

Nach dem Gottesdienst gab es Kekse, Kuchen und Kaffee und die Chance sich auszutauschen und den Morgen gemütlich ausklingen zu lassen.

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