Rewe in Vechelde – Getränke ziehen derzeit in Schuhladen um

Vechelde.  Allerdings wird dieses Provisorium nach etwa einem Jahr dem nächsten weichen: dem Zeltverkauf für den Haupt- und den Getränkemarkt.

Vertriebsleiter Ralf Keffel packt mit an im künftigen Rewe-Getränkemarkt (ehemaliger Schuhladen) in Vechelde. 

Vertriebsleiter Ralf Keffel packt mit an im künftigen Rewe-Getränkemarkt (ehemaliger Schuhladen) in Vechelde. 

Foto: Harald Meyer

Einen Unterschied gibt es zwischen einem privaten Umzug diesem gewerblichen: Vor der Umsiedlung „haben wir den gesamten Warenbestand im bisherigen Rewe-Getränkemarkt registriert“, berichtet Ralf Keffel, Rewe-Vertriebsleiter der Region Nord. Von daher kann es also keine Überraschungen beim Umzug der Getränkeabteilung in den früheren ABC-Schuladen direkt neben dem Rewe-Hauptmarkt im Vechelder Einkaufszentrum geben.

Herausforderungen gibt es aber trotzdem, vor allem eine ist zu nennen: Im ehemaligen Schuhladen stehen Rewe für die Getränke im Vergleich zum jetzigen Gebäude nur knapp ein Drittel der Fläche zur Verfügung. „Wir können dort also nur etwa 30 Prozent von unserem bisherigen Angebot anbieten“, bittet Keffel um Verständnis. Einige Getränkesorten könnten deshalb im neuen Quartier gar nicht präsentiert werden, andere nur in geringerem Umfang. „Als Grundlage für unsere Auswahl haben wir die bisherige Nachfrage nach unseren Getränken genommen.“ Wenn Kunden etwas fehlt, wenden sie sich an das Rewe-Personal wenden, damit „wir nachjustieren können“.

Und so türmen sich gerade in dem Geschäft, in dem einst Schuhe einen Abnehmer gesucht haben, in den Regalen die Flaschen und auf dem Boden die Getränkekästen. Investiert hat Rewe auch dort – etwa in den Fußboden und in eine bessere Beleuchtung. Und beim Bier macht Keffel eines deutlich: Sowohl um das Braunschweiger Bier Wolters, als auch um das Peiner Bier Härke „kommen wir hier nicht herum“ – beides ist also auch weiterhin genügend vorhanden. In dem Moment hantieren Handwerke an der Eingangstür zum künftigen Rewe-Markt (Zugang von der Südseite); am Donnerstag, 16. Januar, ist dort direkt neben dem Rewe-Hauptmarkt der erste Verkaufstag. Im bisherigen Getränkemarkt sind allerdings derzeit noch immer scheinbar Unmengen an Getränkekisten auftürmt. „Das, was wir im künftigen Getränkemarkt nicht unterbringen, verteilen wir auf die anderen Rewe-Märkte“, sagt Keffel und versichert: „Da wird nichts umkommen.“

Dieser erste Rewe-Umzug ist nur der Auftakt für große Veränderungen im Einkaufszentrum: Denn der bisherige Rewe-Markt sowie die angrenzende leerstehende Ladenzeile werden abgerissen und machen Platz für einen Neubau, in den noch vor Weihnachten die Phönix-Apotheke, „Ernstings family“, der Tierbedarfsmarkt „Fressnapf“ und die „Öffentliche Versicherung“ einziehen sollen. In rund einem Jahr soll dann der Abriss der anderen Altgebäude im Einkaufszentrum beginnen: Der jetzige Rewe-Hauptmarkt mitsamt Getränkemarkt (im früheren Schuhladen) sowie die bisherige Phönix-Apotheke, „Fressnapf“ und „Ernstings family“ machen dann Platz für den neuen Rewe-Markt (Hauptmarkt und Getränkemarkt unter einem Dach).

Da die Bauzeit für diesen Neubau 14 bis 16 Monate beträgt, die Eröffnung also erst im Frühjahr/Sommer 2022 sein wird, bietet Rewe einen Zeltverkauf an: Für das Zelt unweit des jetzigen Standorts muss Rewe Einiges investieren – „für die Heizung, für die Abwasser-, Trinkwasser und Stromleitung sowie für den Parkplatz“, zählt Keffel auf, der in Bodenstedt wohnt. „Und auch im Zelt werden wir aus Platzgründen nicht alles anbieten können, was wir derzeit im Sortiment haben“, bittet der Vertriebsleiter erneut um Verständnis.

Trotz aller Widrigkeiten betont Keffel: „Gefühlt seit zehn Jahren wünschen wir uns in Vechelde ein modernes Gebäude.“ Dass der Neubau nun in Sichtweite sei, sei „wunderbar“, denn der jetzige Rewe-Hauptmarkt erfülle nicht mehr die zeitgemäßen Herausforderungen. Als Stichpunkte nennt der 57-Jährige die Wärmedämmung und die Beleuchtung, aber auch die Frische-Abteilung (Molkereiprodukte/Fleisch) und die Kühlelemente. Der Aufwand mit dem vorübergehenden Zeltverkauf und dem langfristigen Mietvertrag für den Rewe-Neubau (15 oder 20 Jahre) haben einen einfachen Grund: Mit seinen mehrere Tausend Kunden pro Tag gehört Rewe in Vechelde zu den umsatzstärksten in ganz Norddeutschland – wie auch der in Groß Ilsede.

Zahlen:

Der jetzige Rewe-Hauptmarkt hat eine Verkaufsflächen von 1800 Quadratmetern, dazu kommt der bisherige Getränkemarkt mit etwa 750 Quadratmetern (im provisorischen Getränkemarkt im ehemaligen Schuhladen sind es 285 Quadratmeter). Im Rewe-Neubau werden es für den Hauptmarkt und Getränkemarkt insgesamt rund 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche sein. Rund 70 Mitarbeiter beschäftigt Rewe derzeit in Vechelde, mit dem Neubau/der Erweiterung sollen es mehr werden.

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