Bortfelder Theaterjugend führt erstes eigenes Stück auf

Bortfeld.  Die Jugendgruppe des Bortfelder Theaterkreises bringt ihr erstes eigenes Stück auf die Bühne: „Gianni Schicchi“ am 22. und 23. Oktober.

Bei der Probe für „Gianni Schicchi“ in der Scheune des  Zochschen Hofes stehen die Akteure  noch in Straßenkleidern auf der Bühne. Und einige kommen –  wie man sieht –  gerade von der Übung der Jugendfeuerwehr.

Bei der Probe für „Gianni Schicchi“ in der Scheune des Zochschen Hofes stehen die Akteure noch in Straßenkleidern auf der Bühne. Und einige kommen – wie man sieht – gerade von der Übung der Jugendfeuerwehr.

Foto: Henrik Bode

Ein Theaterstück mit fast 20 Akteuren auf die Bühne zu bringen – kein Problem für die Jugendgruppe des Theaterkreises Bortfeld. Die Gruppe ist groß, und die Jugendlichen haben sich ganz offensichtlich eine Menge von den langjährigen „großen“ Akteuren abgeguckt. Kurzum: Die Jugendgruppe bringt ihr erstes eigenes Stück auf die Bühne, am Dienstag, 22. Oktober, und Mittwoch, 23. Oktober, im Saal der Gaststätte „Zum Wilden Keiler“.

Auch Regie, Kostüme, Musik, Bühnenbild, Technik, Maske und Projektleitung liegen in Händen der Jugendgruppe. Geprobt wird – wie so oft – in der Scheune auf dem Hof der Familie Zoch. Denn nach wie vor hat der Theaterkreis außer dem beengten Spielhous keine Räume, keine Probebühne. „Aber wir sind froh, dass wir hier proben dürfen“, sagt Regisseur Erik Anton, während er einen Anhänger aus der landwirtschaftlich genutzten Scheune schiebt.

Bei einer Freizeit wurde die Idee geboren, ein eigenes Stück einzustudieren. „Wir hatten drei Stücke zu Auswahl“, berichtet der Regisseur. Die Wahl fiel auf „Gianni Schicchi“. Theaterkreis-Gründer William Graffam hat es nach einer Oper von Giacomo Puccini geschrieben. Erik Anton hat es für die Jugendgruppe überarbeitet.

Die Geschichte spielt in Florenz, einer der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts, im Zentrum des spätmittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens. Der alte Buoso ist gestorben, seine Familie trauert – allerdings nicht um ihn, sondern vielmehr, weil Buoso keinen der Angehörigen in seinem Testament bedacht hat. Das Vermögen soll einzig und allein der Kirche vermacht werden. Die Familie heckt einen Plan aus: Da Buosos Tod noch nicht gemeldet ist, soll Gianni Schicchi, Buosos Gärtner und treuer Diener, beim Notar auftreten und sein Testament zu Gunsten der Familie ändern. Ob dieser Plan aufgeht?

Bedingt durch Studium und Ausbildung sind nicht immer alle Akteure zu den Proben da. Wer fehlt, dessen Part muss daher eingelesen werden.

Die Darsteller sind: Joshua Metschulat als Gianni Schicchi, Lisa Strutz als Lauretta, Kira Fleddermann als Zita, Lukas Rumpel als Gherardo, Lilly Blanke als Nella, Annika Taube als Sofia, Diana Essmann als Dolcina, Dirk Schulze als Simon, Timo Klöpper als Marco, Jule Rutsch als Ciesca, Lukas Busch als Rinuccio , Inga Essmann als Seniora Spinelloccio, Adam Dursun als Amantio di Nixcolao, Niklas Hagemann als Guccio, Fabian Taube als Pinellino, Kolja Metschulat als Alfredo und Mara Schulze als Emma. Die Tänzerinnen sind: Laura Bittner; Sarah Brennecke, Dana Fleddermann und Amelie Zingaro. Regie führt Erik Anton. Für die Kostüme zeichnet Amelie Zingaro verantwortlich, für die Musik Laura Bittner, für das Bühnenbild Elke Löpmeier und Team, für die Technik Eike Brandes. Projektleiter ist Joshua Metschulat.

Es gibt zwei Vorstellungen, die erste am Dienstag, 22. Oktober, die zweite am Mittwoch, 23. Oktober, jeweils von 19.30 Uhr an im Saal der Gaststätte „Zum wilden Keiler“ in Bortfeld. Einlass ist jeweils um 18.30 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro an der Abendkasse.

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