Ehrenamt in Wendeburg - Dieter Klitzke ist ein Vorbild

Wendeburg.  Dieter Klitzke aus Wendeburg geht mit gutem Beispiel voraus: Er hat die Pflege von zwei Pflanzecken am Friedhof Zweidorf übernommen.

Dieter Klitzke geht mit gutem Beispiel voraus: Er hat die Patenschaft für die beiden Pflanzbeete am Haupteingang des Zweidorfer Friedhofs übernommen. Die Schubkarre hat er gespendet.

Dieter Klitzke geht mit gutem Beispiel voraus: Er hat die Patenschaft für die beiden Pflanzbeete am Haupteingang des Zweidorfer Friedhofs übernommen. Die Schubkarre hat er gespendet.

Foto: Bettina Stenftenagel

Die Besucherin des Zweidorfer Friedhofs bleibt auf dem Nachhauseweg von der Grabpflege spontan am Eingang stehen. „Wir haben uns schon die ganze Zeit gefragt, wer diese Beete so schön gemacht hat“, sagt sie. Die Antwort erhält sie an diesem Nachmittag zufällig, weil der „heimliche Gärtner“ auch gerade da ist und Blumen gießt. Es sei gerne verraten, weil rundum beispielgebend: Dieter Klitzke hat die beiden Beete am Eingang des Zweidorfer Friedhofs aus trostlosen dürren Flächen in schöne Blumenbeete verwandelt – und der 81-Jährige pflegt sie auch.

„Ich habe festgestellt, dass in den Ortsteilen Wendeburg, Wendezelle und Zweidorf von der Gemeinde so schöne Pflanzecken angelegt wurden“, sagt Dieter Klitzke. Die Mitarbeiter des Bauhofs könnten es aber gar nicht schaffen, alle zu pflegen. Deshalb habe er – nach Absprache mit der Gemeinde – die Patenschaft für die beiden Pflanzecken am Haupteingang des Zweidorfer Friedhofs übernommen.

„Es gibt so viele Dinge, die man selbst tun kann – man muss nicht immer gleich nach der Gemeinde rufen“, nennt der engagierte Bürger seine Devise. Er hofft darauf, dass ihm weitere Bürger folgen und beispielsweise dabei helfen, den Zaun am Friedhofseingang zu streichen. „Denn er hat Farbe nötig“, sagt Dieter Klitzke.

Verärgert ist er über einige rücksichtslose Autofahrerinnen und Autofahrer. „Sie fahren einfach über die Pflanzecken drüber weg“, berichtet er. Das sei auch einigen Anwohnern aufgefallen. „Sie haben eine Absperrung angebracht.“ Inzwischen ist das rot-weiße Flatterband wieder entfernt worden. „Mit der Hoffnung auf Rücksicht.“ An den Ecken liegen nun große Steine: Nicht drüberfahren!

Dank richtet Dieter Klitzke an die Hundebesitzer, die ihre Hunde an den Pflanzecken vorbei führen „und keinen Hundehaufen hinterlassen“.

Auf dem Friedhof in Neubrück hat Dieter Klitzke bereits 2018 die Patenschaft für zwei Kriegsgräber übernommen (wir berichteten). Er will damit zeigen, dass auch im Inland durch kleine Einsätze Arbeit für den Frieden geleistet und damit das Andenken an die Kriegstoten bewahrt werden kann. In Neubrück hat er übrigens mittlerweile helfende Hände gefunden. „Die Angehörigen der Nachbar-Gräber gießen die Blumen auf den Kriegsgräbern und harken auch mal“, berichtet er. Das beweist: „Es lohnt sich, mit gutem Beispiel vorauszugehen.“

Dieter Klitzke stammt aus Wendeburg, er war Berufssoldat, lebte viele Jahre in Schessinghausen im Kreis Nienburg und ist im Ruhestand 2014 in seine Heimat zurückgekehrt. Hier zählt er übrigens zu den wenigen ständigen Besuchern der Ortsrats- und Ratssitzungen. Genau verfolgt er das Geschehen in der Gemeinde und hat auch noch einige Sätze von Bürgermeister Gerd Albrechts Jahresrückblick parat: Albrecht bedankte sich bei den ehrenamtlich tätigen Menschen in der Gemeinde Wendeburg. „Sie setzen sich vorbildlich für unser Gemeinwesen ein“, sagte der Bürgermeister in seiner Rede. Und: „Ihr ungebrochenes Engagement gibt auch mir Zuversicht und Kraft für meine weitere Arbeit für unsere lebens- und liebenswerte Gemeinde.“ Dieter Klitzke dazu: „Ich stimme dieser Feststellung zu.“ Die Pflege der Kriegsgräber und Pflanzecken sei sein Beitrag dazu.

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