Bortfelder Jagdhund wird als „gefährlich“ eingestuft

Bortfeld.  Der Jagdhund, der am Stadtweg in Bortfeld kürzlich zwei Katzen getötet hat, ist als „gefährlich“ eingestuft worden.

Wie diese American Staffordshire Terrier Hündin muss nun auch der Bortfelder Jagdhund einen Maulkorb tragen.

Wie diese American Staffordshire Terrier Hündin muss nun auch der Bortfelder Jagdhund einen Maulkorb tragen.

Foto: Philipp Schulze / dpa

Der Jagdhund, der in Bortfeld am Stadtweg vor kurzem zwei Katzen getötet hat, ist für „gefährlich“ erklärt worden. „Für den Hundehalter heißt dies nun, dass er einen Antrag auf Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes stellen muss. Ferner ist der Hund ab sofort außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke anzuleinen“, nennt Fabian Laaß, Pressesprecher des Landkreises Peine, den aktuellen Stand.

„Im Rahmen des Erlaubnisverfahrens hat der Hund einen Wesenstest zu absolvieren – im Falle des Bestehens muss der Halter noch eine Reihe weiterer Voraussetzungen erfüllen“, schildert Fabian Laaß den weiteren Verlauf. Bis zu einer Erlaubnis bestehe für den Hund außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke Maulkorbpflicht. „Der Halter des Hundes hat am 10. September den entsprechenden Antrag gestellt. Somit bleibt ihm vorläufig die Haltung des Hundes bis zur Entscheidung unter den genannten Auflagen erlaubt.“

Die Besitzer der beiden getöteten Katzen haben bereits Strafanzeige gestellt und werden auch noch Strafantrag stellen. „Wir wollen, dass der Besitzer des Hundes bestraft wird“, sagt Anke Weber. Wie berichtet, sind ihre Katzen innerhalb von zwei Wochen von dem Jagdhund, einem Deutsch Drahthaar, getötet worden. Die 18 Jahre alten Klara habe der Jagdhund totgeschüttelt, der 14 Jahre alte Schröder habe bei der Attacke durch den Hund so starke innere Blutungen erlitten, dass die Tierärztin ihm nicht mehr helfen konnte. Der Kater habe eingeschläfert werden müssen.

„Unsere Katzen sind Familienmitglieder“, sagt Anke Weber – und in ihre Trauer um Klara und Schröder mischt sich Wut. „Der Hund läuft schon länger frei im Wohngebiet rum.“ Bereits im vergangenen Jahr habe er in der Nachbarschaft Katzen getötet. Der Jagdhund komme auf die Grundstücke, sei auch schon vor Terrassentüren gesehen worden. Mehrfach sei der Besitzer angesprochen und gebeten worden, auf seinen Hund aufzupassen. Der Hundehalter habe jedoch nicht reagiert. „Das nehmen wir ihm übel. Es hätte alles nicht passieren müssen“, sagt Anke Weber. Es sei gut, dass das Veterinäramt nun tätig geworden sei. „Alle Nachbarn hier haben Angst um ihre Katzen.“

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