Bestandsaufnahme für Klimaschutz in Wendeburg

Wendeburg.  Die Gemeinde Wendeburg will eine Strategie in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit erarbeiten. Bürger sollen in das Projekt eingebunden werden.

Die Außenfassade der Grundschule Wendeburg hat eine Wärmedämmung bekommen

Die Außenfassade der Grundschule Wendeburg hat eine Wärmedämmung bekommen

Foto: Bettina Stenftenagel

Wie weit sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Gemeinde Wendeburg gediehen? Welche Projekte wurden realisiert? Was ist noch zu tun? Wo liegen die Besonderheiten? Wo die Schwerpunkte? Fragen, die in der Gemeinde Wendeburg ab dem kommenden Jahr beantwortet werden sollen. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, dass ich die Gemeinde an diesem Projekt der Kommunalen Umweltaktion (UAN) beteiligt.

Die UAN ist beim Städte- und Gemeindebund angesiedelt. Dieser habe sich als erster und einziger kommunaler Umweltverband zum Ziel gesetzt, Kommunen, kommunale Verbände und kommunale Unternehmen bei der Lösung örtlicher Umwelt- und Nachhaltigkeit-Aufgaben zu helfen, erklärt Bürgermeister Gerd Albrecht. Die Gemeinde Wendeburg sei schon seit mehreren Jahren Mitglied der UAN, der Jahresbeitrag liege bei rund 380 Euro.

Es gehe darum, eine Strategie für die Gemeinde zu erarbeiten. Ist die Bestandsaufnahme gemacht, werden Handlungsbedarfe und -wünschen ermittelt und individuelle, auf die Kommune zugeschnittene Zielvereinbarungen formuliert.

Für die Bürger gibt es Workshops

„Eine nachhaltige Planung verspricht eine noch lebenswertere Gemeinde für alle“, so der Bürgermeister. „Wir werden dabei von der UAN professionell begleitet. Auch die Bürger werden eingebunden, es wird mehrere Workshops geben.“ Und für die beteiligten Kommunen entstehe ein Netzwerk, von dem ebenfalls jede Kommune profitieren werde.

Der Bürgermeister erinnert daran, dass der Gemeinderat bereits im Jahr 2011 einen ersten Schritt in Sachen Klimaschutz gemacht habe, mit dem Beschluss, eine hundertprozentige Energiegewinnung bis spätestens 2030 auf der Basis von erneuerbaren Energien anzustreben. „Die UAN würde uns eine maßgeschneiderte Begleitung bei unseren Schritten in Richtung Nachhaltigkeit bieten“, so Albrecht weiter.

Die UAN ist ein Verein in Trägerschaft des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Sie ist parteipolitisch ungebunden und nimmt sich ausschließlich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen an, die auf der kommunalen Ebene zu lösen oder zumindest beeinflussbar sind. „Sehr viele Leistungen können über Projekte finanziert und damit für die Kommunen kostenlos erbracht werden“, heißt es auf der Internetseite der UAN.

Zu den Aktivitäten der UAN gehören eine umfangreiche überregionale Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation von Informationsveranstaltungen und Erfahrungsaustauschen aber auch individuelle, themenspezifische Unterstützung und Beratung von Kommunen im Rahmen von Projekten.

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