Wendeburger Landfrauen haben Freude am Nähen

Wendeburg.  Unter dem Motto „Nähen, nichts als Nähen“ trafen sich sechs Wendeburger Landfrauen zu einem Nähwochenende. Hoch im Kurs: Herbstjacken.

Beim Nähwochenende der Landfrauen.

Beim Nähwochenende der Landfrauen.

Foto: Landfrauen

Unter dem bereits bewährten Motto „Nähen, nichts als Nähen“ trafen sich sechs Wendeburger Landfrauen zu einem Nähwochenende. „Ausgerüstet mit Nähmaschinen, Stoffen, Nadeln und Faden, Bügeleisen, Spiegel und jeder Menge toller Ideen“, berichtet Kerstin Schäfer. Sie hatte zum wiederholten Mal zu so einem Wochenende eingeladen, bei dem die Frauen Zeit hatten, ein Projekt ohne Unterbrechung zu Ende führen.

„Samstagabend konnten wir alles stehen und liegen lassen, um am Sonntagmorgen gleich weiter zu nähen“, so Kerstin Schäfer weiter. Der Herbst steht vor der Tür und so wurden Stoffe für Jacken mitgebracht. Für draußen nähte eine der Frauen eine tolle wetterfeste bunte Jacke mit Kapuze. Da es in der heutigen Corona-Zeit vor lauter Lüften auch drinnen nicht immer warm ist, nähte sich eine Teilnehmerin die bewährte Landfrauen-Jacke. „Es ist ein einfacher Schnitt, der bisher bei jedem Landfrauen-Nähwochenende zum Einsatz kam“, erklärt Kerstin Schäfer.

Eine weitere Teilnehmerin nähte einen feinen Blazer mit Kellerfalte im Rücken und einem schönen farblich abgesetzten Kragen. „Ein echtes Schmuckstück.“

„Passzeichen“ ist die Vokabel des Wochenendes

Die Vokabel des Wochenendes war „Passzeichen“. Warum? „Eine Teilnehmerin hatte sich einen Schnitt für ein Shiftkleid mit einer interessanten Kragen- und Ausschnittlösung ausgesucht. Dazu mussten auf dem Schnitt und nachher auch auf dem zugeschnittenen Stoff alle Passzeichen vermerkt werden, damit aus allen angeschnittenen Zipfeln und aufgezeichneten Falten dieser raffinierte Halsabschluss gelang. Immer wieder fiel das Wort Passzeichen, denn auf allen Schnitten bei allen Teilnehmerinnen fanden sich irgendwo, oft ganz versteckt diese kleinen aber doch so wichtigen Passzeichen.“

Und dann ist er da, der große Moment, wenn aus den vielen Stoffstücken die zusammen genäht und gebügelt werden auf einmal ein Kleidungsstück entsteht, das zum ersten Mal anprobiert wird. „Dann weiß man, dass sich der Kampf mit den pieksigen Stecknadeln, der Nähmaschine die auf einmal den Faden verliert und den Passzeichen gelohnt hat“, sind sich die Landfrauen einig. „Da geht jeder Hobbyschneiderin das Herz auf.“

Beim Nähen ist alles möglich

„Wer nähen kann, ist seine eigene Änderungsschneiderin. Da bekommt die Hose des Sohnes ein paar Abnäher und ist zwei Nummern enger. Die Ärmel der Bluse werden fachmännisch – oder „fachfrauisch“ – gekürzt und die Manschette wieder angesetzt. Beim Nähen ist alles möglich und von der Studentin bis zur Oma können das alle“, so Kerstin Schäfer weiter. „Ob die Nähmaschine von Pfaff oder von Aldi, computergesteuert oder ein Erbstück von der Mutter ist, eine gerade Naht und einen Zickzackstich kann jede. Darauf kommt es an.“

Gearbeitet wurde mit viel Abstand und selbstverständlich mit Maske. „Es war es ein rundum schönes Wochenende, wir haben alle viel gelernt, und hatten nicht nur in der Mittagspause nette Gespräche. Wir haben uns alle gefreut, dass wir die Möglichkeit hatten zusammen zu kommen.“

Das nächste Landfrauen-Nähwochenende ist für den 7. und 8. November 2020 geplant. Wer gern dabei sein möchte, meldet sich bitte bei Kerstin Schäfer E-Mail: schaefer.dirstin@online.de an.

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