Wendeburger Schulkinder haben Spaß am Trommeln

Wendeburg.  Wenn auch in abgespeckter Form: Das Trommelprojekt an der Wendeburger Grundschule fand statt und die Kinder hatten Spaß dabei.

Trommeln bei geöffneten Türen, mit Mundschutz und Abstand: Spaß macht es den Zweitklässlern trotzdem.

Trommeln bei geöffneten Türen, mit Mundschutz und Abstand: Spaß macht es den Zweitklässlern trotzdem.

Foto: Bettina Stenftenagel

„Trommeln, Singen, Tanzen – und mittendrin du!“ So überschreibt der Musikpädagoge Bernhard Heitsch von „Trommel Applaus“ Hamburg sein Schulprojekt – und es wäre natürlich „riesig“ gewesen, wenn es an der Wendeburger Grundschule genau so hätte stattfinden können: Morgens ein großer Workshop mit allen Schulkindern, danach Workshops für jede Klassenstufe, Kostüme und Kulissen herstellen, Masken basteln, kochen und am Ende – bei einem Schulfest – ein großes Abschlusskonzert. Corona-bedingt war das leider alles nicht möglich. Aber immerhin ein kleines Trommelprojekt.

„Das Projekt sollte schon im Frühjahr stattfinden. Wir haben lange überlegt, ob wir es noch mal verschieben sollen“, sagen Schulleiterin Silke Illemann und ihr Stellvertreterin Tanja Mäuselein. „Aber wir wollten den Kindern wenigstens ein bisschen Spaß und Freude bereiten.“

Rhythmus und Bewegung – die Kinder haben Spaß

Und so wird in dieser Woche an der Wendeburger Grundschule und auch in der Außenstelle Meerdorf getrommelt: bei geöffneten Türen und Fenstern, im Anorak, mit Mundschutz und Abstand. Und abgespecktem, Corona-gerechtem Programm: Gesungen wird nicht und es kommen auch nicht alle Schulkinder die ganze Woche zusammen, sondern jeden Tag eine Klassenstufe. Spaß macht es den Kindern dennoch, das ist weder zu übersehen noch zu überhören. Das Thema: Afrika. Eine Trommel für jedes Kind hat der Hamburger Musikpädagoge mitgebracht, auch die Musikanlage.

Und dann geht es los. Bernhard Heitsch leitet die Kinder an, er trommelt mit ihnen, baut in seine Geschichten Rhythmus und Bewegung mit ein – und sie müssen konzentriert hinsehen und mitmachen, wenn es beispielsweise den Elefanten nachzumachen gilt. „Die Rhythmik und die motorischen Übungen tun den Kindern gut“, stellen die Lehrerinnen fest – sie sind froh, dass jedes Schulkind dies für einen Tag erlebt.

Tolle Ideen können wegen Corona nicht umgesetzt werden

Corona-bedingt streichen mussten die Organisatorinnen der Projektwoche auch den lokalen Bezug, zum Beispiel Besuche und Gespräche mit den aus Afrika stammenden Bürgern, die in Wendeburg leben. Geplant waren auch vertiefende Trommeleinheiten mit Sebastian Inga, der die Wendeburger Trommelgruppe Esengo leitet. „Wir hätten das alles ganz groß aufziehen können“, sagen Silke Illemann und Tanja Mäuselein. „Wir hatten eine Menge Ideen.“

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