Begegnungsstätte in Wendeburg

Wendeburg will eine Begegnungsstätte bauen

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Der Neubau der Gemeinde Wendeburg - Begegnungsstätte für Vereine und Gruppen und zugleich zweite Mensa der Grundschule - soll hier entstehen: Auf der gemeindeeigenen Grünfläche, die an den Kindergarten-Parkplatz angrenzt.

Der Neubau der Gemeinde Wendeburg - Begegnungsstätte für Vereine und Gruppen und zugleich zweite Mensa der Grundschule - soll hier entstehen: Auf der gemeindeeigenen Grünfläche, die an den Kindergarten-Parkplatz angrenzt.

Foto: Bettina Stenftenagel

Wendeburg.  Die Gemeinde Wendeburg will für rund 1,2 Millionen eine Begegnungsstätte bauen. Was geplant ist, lesen Sie hier.

Einstimmig hat der Gemeinderat Wendeburg einen Nachtragshaushalt verabschiedet, den ersten für 2021 – und für ein besonderes Projekt: den Bau einer Begegnungsstätte an der Schulstraße, die auch als Mensa für die Grundschule genutzt werden soll. 1,1 Millionen Euro wurden in den Nachtragshaushalt aufgenommen.

300.000 Euro stehen für das Projekt bereits im Haushalt. Aus dem europäischen Leader-Programm, mit dem innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden, erwartet die Gemeinde 130.000 Euro.

Neubau an der Schulstraße soll auch als Mensa dienen

Gebaut werden soll das Haus auf der auf der gemeindeeigenen Grünfläche, die an den Kindergarten-Parkplatz angrenzt. Eine „gute architektonische Planung“ liege vor, erklärte Bürgermeister Gerd Albrecht in der Sitzung. Bei der Planung des Neubaus müsse die Entwicklung zu den Ganztags-Grundschulen gesehen werden, die ab 2026 in Niedersachsen eingeführt werden. Dann brauche die Gemeinde weitere Räume für die Betreuung der Kinder. In der Begegnungsstätte könnten die Schulkinder essen.

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Die Gemeinde könne das Gebäude aber auch für Ratssitzungen nutzen, so Albrecht. In Pandemie-Zeiten ist es im Sitzungssaal im Rathaus zu eng. Der Rat tagte seither mehrfach in der Mehrzweckhalle in Meerdorf, zuletzt, am Dienstagabend, in der Mensa der Aueschule.

Gemeinsames Projekt mit der Kirchengemeinde ist vom Tisch

Vom Tisch ist die ursprüngliche Planung, nach der die Gemeinde Wendeburg sich an die Sanierung des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde „andocken“ wollte und ein Mit-Nutzungsrecht für das sanierte Gebäude bekommen sollte. Die politische Gemeinde plante einen Anbau an das Gemeindehaus, für den die 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt wurden. Die reichen für den Neubau, der jetzt kommen soll, bei weitem nicht.

Und die Sanierung des Gemeindehauses der Kirche? Sie sollten im April beginnen. „Wir hatten durch Eigenmittel, Zuschüsse der Landeskirche und der EU das nötige Geld zusammen und lagen im Finanzierungsplan“, sagt Pastor Frank Wesemann. „Die Ergebnisse der Ausschreibungen der ersten Gewerke lagen aber aufgrund der unerwarteten Preissteigerung bei vielen Baustoffen deutlich über den erwarteten Summen.“ Vor allem Holz sei sehr viel teurer geworden.

Arbeiten am Gemeindehaus verzögern sich

„Da sich diese Entwicklung auch bei den folgenden Ausschreibungen zeigte, lagen die Ausgaben laut der eingegangenen Angebote deutlich über unseren Finanzmitteln“, erklärt Frank Wesemann weiter. Anders als die politische Gemeinde könne die Kirchengemeinde keinen Kredit aufnehmen. „Wir dürfen keine Schulden machen“, so der Pastor, „wir können nur anfangen, wenn wir das benötigte Geld zusammen“. Daher verzögert sich der Beginn der Sanierung des Gemeindehauses.

„Wir beantragen gerade Fördermittel, die für die Herstellung von Barrierefreiheit genutzt werden können. Dazu könnte vielleicht die Landeskirche noch einen Zuschuss gewähren, wenn auch die Kirchengemeinde weitere Mittel bereit stellt“, berichtet Wesemann über den aktuellen Stand. „An den geplanten Maßnahmen können wir nicht viel sparen, da wir uns von Anfang an nur das Nötigste vorgenommen haben, um das Haus für die nächsten Jahrzehnte nutzbar zu machen für alle Einwohner Wendeburgs.“

Gemeindeveranstaltungen finden in der Kirche statt

Wesemann fügt hinzu: „Wir sind über diese Situation sehr unglücklich.“ Mit Blick auf den Start-Termin im April hat er das Gemeindehaus zusammen mit Küster Sebastian Inga leer geräumt. „Unsere Gemeindeveranstaltungen finden nun zum großen Teil in der Kirche statt, was aber nur als Provisorium gedacht ist.“ Denn in der Kirche gibt es weder eine Küchenzeile noch eine Toilette. „Zudem ist die Kirche im gegenwärtigen Zustand energetisch nicht geeignet, dauerhaft für die Gruppenarbeit genutzt zu werden.“

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