So funktioniert die Bundestagswahl 2017: Die Zweitstimme

Berlin  Bei der Bundestagswahl dürfen die Wähler zwei Stimmen abgeben. Was genau hat es aber mit der Zweitstimme auf sich? Eine Erklärung.

Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen.

Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Bei der Bundestagswahl am 24. September hat jeder Wähler zwei Stimmen: die Erststimme und die Zweitstimme.

Die Zweitstimme ist trotz ihre Namens die Wichtigere bei der Bundestagswahl. Mit ihr wählt der Wähler die Landesliste einer Partei, also keinen einzelnen Kandidaten. Auf den Listen stehen in einer festen Reihenfolge Kandidaten, die für die jeweilige Partei in den Bundestag einziehen sollen. Die Reihenfolge legen die Parteien selbst fest.

Beim Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde verfallen die Zweitstimmen

Die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag, also darüber, wie viele Sitze einer Partei zustehen. Die Zweitstimmen zählen aber nur, wenn eine Partei die Fünf-Prozent-Hürde genommen oder mindestens drei Direktmandate in den Wahlkreisen gewonnen hat. Sonst verfallen die Zweitstimmen.

Werden mit der Erststimme mehr Direktkandidaten einer Partei in den Bundestag gewählt, als der Partei über die Zweitstimme Sitze zustehen, erhalten die Parteien sogenannte Überhangmandate.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder