Neuer Bundestag

Emilia Fester: Das ist die jüngste Abgeordnete im Bundestag

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Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Nach der Bundestagswahl ist noch längst nicht klar, wer Deutschland künftig regieren wird. Der Weg zu einer neuen Koalition kann lang und steinig werden: Bis zur Bildung der neuen Regierung müssen die Parteien noch einen regelrechten Marathon absolvieren.

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Berlin  Der neue Bundestag wird jünger. Gerade bei den Grünen sitzen zahlreiche Jungpolitiker. In anderen Fraktionen sind es deutlich weniger.

Der neue Bundestag wird nicht nur größer, sondern auch immer jünger. Allen voran Emilia Fester: Sie ist die jüngste Abgeordnete im Parlament. Die 23-Jährige kandidierte für die Grünen in Hamburg und sicherte sich über Platz drei auf der Landesliste ein Ticket nach Berlin.

Ihre Wahl sehe sie als "Riesenaufgabe", sagte Fester der Deutschen Presse-Agentur. "Weil ich glaube, dass es sehr viel zu bewegen gibt in den kommenden Monaten und Jahren." Es gehe um "unfassbar" viel - gerade für die junge Generation. "Und genau diese Generation will ich vertreten im Bundestag, damit wir endlich die großen Krisen unserer Zeit anpacken", erklärte sie.

Zwischen 2018 und 2019 war Fester Sprecherin der Grünen Jugend in Hamburg. Anschließend wurde sie in den Landesvorstand gewählt und arbeitete als dessen frauenpolitische Sprecherin. Auf Twitter bezeichnet sich Fester als "Jung. Grün. Feministisch. Klimagerecht." Von Beruf her ist sie Regieassistentin.

Gerade unter den Grünen finden sich im Vergleich zu den anderen Parteien besonders viele junge Abgeordnete. 15 Fraktionsmitglieder sind 1994 oder später geboren. Wie sieht es in den anderen Parteien aus?

Bei der SPD sind es immerhin sechs. Zu ihnen gehören etwa der Lüneburger Pressereferent Jakob Blankenburg (24), Landesvorsitzender der Jusos in Niedersachsen, oder die 26-jährige Lena Werner. Die Projekt-Managerin schaffte es über die Landesliste im Kreis Wittlich, Rheinland-Pfalz in den Bundestag. Blankenburg erreichte in seinem Wahlkreis sogar das Direktmandat.

In der FDP-Fraktion gibt es noch zwei Abgeordnete, die 1994 oder später geboren sind. Einer der beiden: Max Mordhorst (25). Im Wahlkreis Kiel konnte er zwar kein Direktmandat gewinnen, sicherte sich aber ebenfalls über die Wahlliste einen Sitz im Parlament. Der Student ist Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Schleswig-Hollstein.

Die Union bringt es nur noch auf ein Mitglied, das 1994 oder später geboren ist: Catarina dos Santos Firnhaber – 27 Jahre alt und Rechtsanwältin. In ihrem Wahlkreis in Aachen verlor sie knapp gegen die Kandidatin der SPD. Über die Landesliste reichte es bei ihr aber für den Bundestag.

In den Fraktionen der Linken und der AfD sucht man hingegen vergeblich nach Abgeordneten, die Jahrgang 1994 oder jünger sind. (lgr/dpa)

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