Löhne

Mindestlohn soll 2022 nochmal steigen – Kritik an Plänen

Scholz: Mindestlohnanhebung "im ersten Jahr der neuen Regierung"

Scholz: Mindestlohnanhebung "im ersten Jahr der neuen Regierung"

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat bekräftigt, dass er eine Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde anstrebt. Zehn Millionen Bürger in Deutschland sollten "schon im ersten Jahr der nächsten Regierung" eine entsprechende Gehaltserhöhung bekommen, sagte Scholz bei einem Wahlkampfauftritt in Berlin.

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Berlin.  Einem Bericht zufolge soll der Mindestlohn bereits im Oktober 2022 deutlich steigen. Zuvor hatte es Kritik an den Plänen gegeben.

Die Erhöhung des Mindestlohns ist offenbar beschlossen: Ab dem 1. Oktober sollen rund 6,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld bekommen. Das geht aus einem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums zum gesetzlichen Mindestlohn hervor, über den das ARD-Hauptstadtstudio berichtet.

Dem Bericht zufolge soll der Mindestlohn in Deutschland zum 1. Oktober einmalig von dann 10,45 Euro auf genau 12 Euro steigen. In den kommenden Jahren soll dann wieder die sogenannte Mindestlohnkommission, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter sitzen, über dessen Höhe beraten.

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Mindestlohn soll im Oktober auf 12 Euro steigen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hatte vor einigen Tagen im Streit über die von der Bundesregierung geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro mit Kritik nachgelegt und vor "Staatslöhnen" gewarnt.

Dulger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Politik muss sich entscheiden: Respektiert sie die Tarifautonomie und die Entscheidung der unabhängigen Mindestlohnkommission auf Grundlage der Tarifabschlüsse oder will sie Staatslöhne etablieren. Die Tarifautonomie hat maßgeblich zur Entwicklung unserer sozialen Marktwirtschaft, unserer volkswirtschaftlichen Leistung und unserer Sozialsysteme beigetragen." (les/dpa)

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