Unwetter in der Region: 19-Jähriger nach A2-Crash in Lebensgefahr

Braunschweig/Peine.  Laut der Verkehrsmanagementzentrale konnte auf der A2 zwischen Peine und Hämelerwald der linke Fahrstreifen nicht befahren werden – Überflutung.

Die Hamburger Straße in Braunschweig ist überflutet. 

Die Hamburger Straße in Braunschweig ist überflutet. 

Foto: Maria Osburg

Starke Regenschauer mit großen Wassermengen sind in wenigen Minuten am Montagabend über Braunschweig und der Region heruntergekommen. Teilweise haben die Regenmengen ganze Straßen überflutet. Auf der A2 auf Höhe Peine wurde ein Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt.

Schwerer Unfall auf der A2

Zwischen Hämelerwald und Peine konnte wegen Überflutung der linke Fahrstreifen der A2 vorübergehend nicht befahren werden. Auf der A2 von Hannover nach Braunschweig ereignete sich gegen 19.53 Uhr auf Höhe Peine ein Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer. Der 19-Jährige kam durch Aquaplaning ins Rutschen, stürzte und wurde von einem Auto überrollt. Das berichtet die Polizei am Dienstagmorgen auf Nachfrage. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus in Hannover. Laut einem Polizeisprecher schwebt der 19-Jährige in Lebensgefahr. Der 57 Jahre alte Fahrer des Wagens erlitt einen Schock. Laut Feuerwehr gestaltete sich wegen des starken Regens gerade der Hubschraubereinsatz als schwierig.

Kurz zuvor war an gleicher Stelle ein Pkw wegen der nassen Fahrbahn in die Mittelleitplanke gekracht. Der 37 Jahre alte Fahrer, die 35 Jahre alte Beifahrerin und ihre zwei und ein Jahre alten Kinder wurden leicht verletzt.

Auf der A 39 bei Salzgitter-Thiede kam es aufgrund von Aquaplaning zu einem weiteren Verkehrsunfall. Ein Autofahrer kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug, das daraufhin im Graben landete. Verletzte gab es nach Angaben der Polizei Salzgitter nicht.

Über 100 Einsätze in Braunschweig und Peine

Im Landkreis und der Stadt Peine verzeichnete die Feuerwehr 82 Einsätze, wobei der Schwerpunkt in der Kernstadt und in Stederdorf lag. "Das ist schon sehr viel", sagte ein Feuerwehrsprecher. Wobei die Dunkelziffer der Schäden wohl noch höher liegt. Viele Menschen würden sich selbst helfen und auch die Feuerwehr erledige durchaus mehr als einen Einsatz auf einmal, meint der Sprecher.

Wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen auf Nachfrage berichtet, krachte in der Stadt Peine auf Höhe einer Tankstelle ein Baum mit der Krone auf ein Auto. Vier Menschen waren in dem Pkw eingeschlossen. "Vermutlich konnten sie wegen des Gewichts des Baumes die Türen nicht öffnen. Die Personen waren aber nur eingeschlossen - nicht eingeklemmt", sagte der Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde niemand. Meist half die Feuerwehr dabei, vollgelaufene Keller leer zu pumpen und umgestürzte Bäume zu beseitigen.

In Braunschweig waren es laut Feuerwehr zu rund 30 Einsätzen. Der Einsatzschwerpunkt lag im Kanzlerfeld. Teilweise überfluteten die Regenmengen ganze Straßen. In Braunschweig war die Hamburger Straße auf Höhe des Real-Marktes überflutet. Die Feuerwehr in Braunschweig darf sich über ein neues Boot freuen - zumindest vorübergehend. Die Wassermassen spülten am Montagabend ein Kanu an der Hauptfeuerwehrwache an. "Wir haben das Kanu aus dem Wasser gezogen und werden jetzt selbstverständlich den Besitzer suchen", sagte eine Sprecher der Feuerwehr.

Bahnstrecke nach Hannover gesperrt

Laut dem Deutschen Wetterdienst waren Niederschlagsmengen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in der Stunde möglich. Auch leichte Gewitter und Hagel waren angesagt.

Auch die Bahn hat es erwischt. Auf der Strecke zwischen Braunschweig Hauptbahnhof und Hannover Hauptbahnhof lag ein umgestürzter Baum. Deswegen kam es am späten Montagabend zu massiven Verspätungen von bis zu 30 Minuten in beiden Richtungen. Züge wurden ohne Halt umgeleitet.

In den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt sowie in Wolfsburg hat es zwar geregnet, die Feuerwehren mussten jedoch zu keinen Einsätzen ausrücken.

In der Stadt Wolfenbüttel blieb es laut Feuerwehr ruhig. Ein einzelnes Auto ist auf der A36 verunglückt. Ob es Verletzte gegeben hat, ist bisher aber unbekannt.

Auch Dienstag Gewitter möglich

Am Dienstag sind laut Deutschem Wetterdienst wieder Schauer und Gewitter möglich - allerdings vornehmlich an der See und im Süden Niedersachsen. In der Nacht zum Mittwoch kann es von Süden her noch einmal Gewitter geben. ts/ari/feu

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