Wasabi und Zwiebeln

Bleibt die Frage, wieviel Bier der Mensch trinken muss, bis der Alkohol desinfizierend wirken kann.

Rohes Hackfleisch oder rohen Fisch zu essen bedeutet gleichzeitig, sich einer gesundheitlichen Gefährdung auszusetzen. Keime, Bakterien, um nur zwei Feinde des Gourmets zu nennen, nehmen wir allerdings gern in Kauf. Ein Risiko muss man sich ja gönnen. Kein Risiko eingehen wollte ein japanischer Kaiser im 800 Jahrhundert, der sich zum Essen Wasabi reichen ließ, wohl wissend, dass ihn Wasabi vor Vergiftungen durch das Essen schützen kann. Das galt besonders für rohen Fisch, wie er im Sushi verarbeitet wird. Unerlässlich ist auch in Essig marinierter Ingwer zum Sushi. Den aß der Shogun (Kaiser) zwischen den scharfen Sushi-Häppchen, um den die Geschmacksnerven zu beruhigen, beziehungsweise den Geschmack zu neutralisieren. Das machte Schule. Von Hackfleischbrötchen behaupten wir, dass sie ohne Zwiebeln nicht schmecken. In Wirklichkeit ist es so, dass die Zwiebel wegen ihrer antibakteriellen Wirksamkeit zum rohen Fleisch dazugehört. Und Bier wird dazu getrunken. Bleibt die Frage, wieviel Bier der Mensch trinken muss, bis der Alkohol desinfizierend wirken kann.

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