Corona in Salzgitter und Umland – Was Sie jetzt wissen müssen

Salzgitter.  Alle Fakten auf einen Blick. Es gibt aktuell 55 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen in Salzgitter. Ein Bürgertelefon ist eingerichtet.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Foto: Patrick Pleul

In Salzgitter gibt es 53 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen (Stand 31. März).

Stadtbibliothek versendet Medien

Aufgrund ständig wachsender Nachfrage hat sich die Stadtbibliothek entschlossen, ab sofort Medien an ihre Kunden mit gültigem Bibliotheksausweis zu versenden. Sie können nun maximal zwei verfügbare Medien unter Angabe ihrer Benutzernummer per E-Mail an stabi@stadt.salzgitter.de bestellen. Auf der Seite https://www.salzgitter.de/bildung/stabi/webkatalog.php kann nach verfügbaren Medien recherchiert werden. Es werden Versandkosten in Höhe von drei Euro auf dem Benutzerkonto in Rechnung gestellt, die bei Rückgabe der Medien zu zahlen sind. Von einer Rückgabe von Medien über den Versandweg bittet die Bibliothek dringend abzusehen.

Psychosoziales Beratungstelefon

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für viele Menschen eine Herausforderung dar. Es entstehen zum Beispiel Sorgen um die eigene Gesundheit, den eigenen Arbeitsplatz oder Ängste, wie man selbst mit der sozialen Isolation umgehen kann. Besonders sind Menschen betroffen, die vorher schon an psychischen Erkrankungen gelitten haben. Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet für alle Bürger telefonische psychosoziale Beratungs- und Entlastungsgespräche an. Das Beratungstelefon ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer (05341) 839-2482 erreichbar.

Erste Hilfe bei der Stadt

Seitens der Stadtverwaltung wurden wegen des Coronavirus folgende Sofortmaßnahmen ergriffen: Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (05341) 839-5000 geschaltet. Dieses ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar und steht für Fragen zu Serviceleistungen der Verwaltung zur Verfügung. Für medizinische Fragen wenden sich Bürgerinnen und Bürger bitte an die Corona-Hotline des Landes Niedersachsen (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr) unter Telefon (0511) 4505555. Zudem informiert die Stadtverwaltung kontinuierlich auf der städtischen Homepage.

Das ist zu beachten

Oberbürgermeister Frank Klingebiel erklärte, dass die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Kontaktverbote auch in Salzgitter zu weiteren erheblichen Einschnitten führen werden. So seien Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit auf höchstens zwei Personen beschränkt. Ausgenommen seien Angehörige und Menschen, die in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus leben. Alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, seien untersagt. Der Besuch eines Physiotherapeuten sei nur in Ausnahmefällen gestattet. Verstöße gegen die Anordnungen seien Ordnungswidrigkeiten und würden mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet.

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So reagiert die Polizei

Seit Tagen kontrolliert die Polizei in Salzgitter massiv, ob sich die Bürger der Stadt an die Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie halten. Einige Dutzend polizeiliche Ansprachen gab es seitdem im Stadtgebiet, zudem sind die Zahlen rückläufig – und im großen und ganzen zeigten sich die Menschen einsichtig, wenn die Beamten sie auf ihr Verhalten hinweisen, sagt Salzgitters Polizeisprecher Matthias Pintak. Versammlungen meist älterer Männer in einem Vereinsheim mussten aufgelöst werden, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Um den Infektionsschutz sicherzustellen, wird die Polizeistation in Gebhardshagen, die in einem Wohnhaus untergebracht ist, vorübergehend für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Einsatzbereitschaft der Beamten sei nicht beeinträchtigt, hieß es dazu.

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Das ändert sich im Busverkehr

Montags bis freitags gilt in der Corona-Krise der Samstagsfahrplan. Die Linien des Berufsverkehrs verkehren. Samstags und sonntags gelten die normalen Fahrpläne. An allen Tagen entfallen die Fahrten, die an den Endhaltestellen nach 22 Uhr beginnen. Die Flächen-AST Verkehre werden an allen Tagen nur bis 22 Uhr durchgeführt.

Was ist mit Restaurants?

Alle Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen sind wegen der Corona-Krise geschlossen. Ausnahmen: Der Außerhausverkauf von Speisen und Getränken für den täglichen Bedarf ist nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erlaubt. Gleiches gilt für gastronomische Lieferdienste. Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu diesen Betrieben unzulässig.

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Das ändert sich bei der Müllabfuhr

Die Stadt hat mitgeteilt, dass es aufgrund der aktuellen Corona-Krise zu Änderungen bei der Tourenplanung der Müllabfuhr kommen kann. Der Abfuhrtag bleibt zwar zunächst bis auf weiteres bestehen, doch die gewohnte Tageszeit der Leerung der Abfalltonnen und der Abholung der gelben Säcke kann sich ändern. Die Verwaltung bittet daher alle Bürger, die Abfallbehälter und Gelben Säcke möglichst bereits bis 6.30 Uhr am Abfuhrtag bereit zu stellen. Sie sind fest zu verschließen. Weitere Infos unter www.salzgitter.de.

Hilfen von den Nachbarn

Einkaufshilfen, Botengänge: Im Stadtgebiet und dem Umland haben sich im Zuge der Corona-Krise mehrere Initiativen gegründet, um Menschen beizustehen, die Unterstützung brauchen. Sei es, weil sie sich in Quarantäne befinden. Sei es, weil sie zu den Risikogruppen gehören. So entschlossen sich zwei Mitglieder der Jungherrenwache Ringelheim der Schützengilde am Wochenende spontan, ein solches Angebot auf die Beine zu stellen. Dabei ist auch der Verein Su.Per Salzgitter, der Helfer mit Essbarem versorgt, und viele andere kleine und größere Initiativen in den einzelnen Stadtteilen. Im gesamten Stadtgebiet wollen die Freiwilligen von „Salzgitter – Alle für einen“ rund um Stefani Steckhan helfen. Mehr als 300 Interessenten haben sich bereits in der Facebook-Gruppe eingetragen. Auch in den Salzgitteraner Kliniken haben sich Freiwillige gemeldet, um zu helfen.

Ein Kind kommt zur Welt – was nun?

Wegen personellen Engpasses, der vorrangigen Beurkundung von Sterbefällen und bereits vor längerer Zeit gebuchter Trautermine kommt es laut Stadt bei der Beurkundung von Geburtsanzeigen (Geburtsurkunden) zu zeitlichen Verzögerungen. Oberbürgermeister Klingebiel bat um Verständnis. Eltern von neugeborenen Kindern wenden sich telefonisch (05341/839-3274) oder per E-Mail (standesamt@stadt.salzgitter.de) an die Stadt.

Aktion von Ärzten und Medizinpersonal

Viele Berufsgruppen, vornehmlich medizinische, appellieren derzeit dafür, Zuhause zu bleiben. „Du spazierst auf der Straße? In Ordnung – dann gehe ich nach Hause.“ Die Aktion mit den Schildern, erklärt Gabor Schuszter, einer der beiden Ärzte, soll das Bewusstsein für die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus stärken. Es ist eine von vielen Aktionen, die derzeit besonders auch in den sozialen Medien im Umlauf sind.

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Corona­ – Gefahr für heimische Wirtschaft?

Mit anschaulichen Beispielrechnungen hat Lehrerin Christiane Neumann zunächst im Lehrer-Schüler-Schulelternrat-Kreis die Ansteckungsgefahr des Corona-Virus’ erklärt. „Wichtig ist mir, dass in einer allgemeinverständlichen Sprache komplexe Zusammenhänge erklärt und durch entsprechende Darstellungen sichtbar gemacht werden“, sagt sie. Ihre „Corona-Mathematik – oder warum man besser zu Hause bleibt“ legt auch dar, warum es wichtig war, die Schulen zu schließen. Heinz Strauß, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Salzgitter-Bad, sieht mit der Corona-Krise auch eine Gefährdung der heimischen Wirtschaft, die durch die vorübergehende Schließung von Läden bei laufenden Kosten noch mehr leidet. Deshalb möchte er handeln und die Geschäftslandschaft stärken. Strauß ließ Banner anfertigen, die Salzgitteraner dazu auffordern, auch an die Lage der Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung zu denken. Und zwar mit Stadtgutscheinen, die in allen Mitgliedsläden der Werbegemeinschaft eingetauscht werden und jetzt schon erworben werden können (erhältlich im Netz unter werbegemeinschaft-salzgitter.bad.de, im Sanitätshaus Christoph – aber auch über Facebook und (05341) 35583).

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Was ist auf dem Markt los?

Die Geschäfte laufen gut, berichten fast alle Marktbeschicker, die selbst erstaunt schienen, dass ihre Waren wie warme Semmeln weggingen – trotz Corona. Gerade Kartoffeln sind derzeit begehrt, berichten sie, aber auch Eier. Mehrere Marktbeschicker berichten von überraschenden Bekundungen der Wertschätzung. „Die Kunden sagen: Es ist toll, dass Ihr da seid, und dass Ihr so tolle Sachen habt“, schildert eine Marktfrau gerührt. „Inzwischen habe ich sogar schon einmal Trinkgeld bekommen!“ Eine andere berichtet, dass sie das Gefühl der Dankbarkeit vermittelt bekommen habe. „Es gibt mehr Wertschätzung als früher“, bestätigt man auch am Obst- und Gemüsestand Fellenberg.

Die Tourismusbranche leidet

Die Zeiten für die Tourismusbranche sind hart. Das bekommen besonders auch die Reisebüros zu spüren. Die Urlaubsreisen, die jetzt für den Sommer gebucht wurden, sind zurückgegangen, weiß Professor Dr. Ernst-Otto Thiesing, Leiter des Instituts für Tourismus- und Regionalforschung (IfTR) an der Ostfalia in Calbecht. Durch die Einreisestopps gebe es viele Stornierungen, wodurch Provisionen für die Reisebüros wegfallen, und das könne diesen in der Masse „das Genick brechen“, sagt Barbara von Zitzewitz von den Flugbörse.

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