Zweiter Förderturm für Schacht Konrad in Salzgitter

Bleckenstedt.  Der Bau der 42 Meter hohen Anlage soll 2023 beginnen und 2026 abgeschlossen sein.

Sonnenaufgang über Schacht Konrad.

Sonnenaufgang über Schacht Konrad.

Foto: Reinhard Wallmüller,

Der Auftrag für den Bau des neuen Förderturms am Endlager Schacht Konrad ist vergeben: Der Förderturm auf Konrad 2 ist ein Kernstück der kerntechnischen Anlagen an der Tagesoberfläche in der Bauphase. „Unter Tage sind wir mit der Errichtung des Endlagers auf einem sehr guten Weg hin zur Fertigstellung. Mit dem Bau des Förderturms nimmt das Projekt jetzt auch im späteren Kontrollbereich über Tage Fahrt auf“, sagt Dr. Thomas Lautsch, technischer Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Mit der Errichtung des Förderturms habe die BGE die Schachtbau Nordhausen GmbH aus Thüringen beauftragt. Der Auftrag umfasse sowohl die Planung als auch die Errichtung des Förderturms. Nach einer Planungsphase solle 2023 mit dem Bau begonnen werden, der dann 2026 abgeschlossen sein soll.

Über den Schacht 2 werden nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des gesamten Endlagers die Behälter mit den schwach- und mittelradioaktiven Stoffen bis zur Umladestation in 850 Metern Tiefe transportiert, heißt es in der Mitteilung der BGE weiter. Anschließend bringe ein Transportfahrzeug die Behälter zu den Einlagerungskammern.

Über Tage gehe es auch rasch weiter: „Das nächste Bauprojekt wird die Umladehalle sein, in der die Abfälle nach der Anlieferung für den Schachttransport und für den Transport unter Tage vorbereitet werden sollen“, sagt Lautsch. Der Förderturm auf Konrad 2 werde eine Höhe von 42 Meter erreichen, um die geplante 8-Seil-Schachtförderanlage aufzunehmen. Er werde in Stahlfachwerkbauweise ausgeführt. Dafür seien mehr als 1000 Tonnen Stahl notwendig. Der Förderkorb habe eine Kapazität von 25 Tonnen und sei für eine maximale Geschwindigkeit von 12 Metern pro Sekunde ausgelegt.

Zum Auftrag gehöre auch die Installation der Anlagen zur Belüftung, die Elektrik, sowie eine Blitzschutzanlage. Besonders wichtig sei der Brandschutz. „Hier gelten hohe Anforderungen, denn die Anlage muss neben den bergrechtlichen Anforderungen auch die Anforderungen des Atomrechts erfüllen“, teilt die BGE, eine bundeseigene Gesellschaft im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums, weiterhin mit.

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