Sabine Dießel: „Es macht Spaß, Verantwortung zu übernehmen“

Elbe.  Die 57-Jährige engagiert sich in ihrer Heimat Elbe in gleich fünf Ehrenämtern. Jetzt ist sie Kandidatin für die Salzgitteranerin des Jahres 2020.

Eine Frau, fünf Ehrenämter: Sabine Dießel aus Elbe ist als Salzgitteranerin des Jahres 2020 nominiert.

Eine Frau, fünf Ehrenämter: Sabine Dießel aus Elbe ist als Salzgitteranerin des Jahres 2020 nominiert.

Foto: Marius Klingemann

Wer sich mit Sabine Dießel unterhält, merkt schnell, dass die Frau Elan hat. „Es macht mir Spaß, Verantwortung zu übernehmen“, sagt sie dann. Gleich fünf Ehrenämter übt die 57-Jährige in ihrer Heimatgemeinde Elbe aus – und hat vieles auf die Beine gestellt.

„Ich habe mich schon als Jugendliche gerne eingebracht“, erzählt Dießel im Gespräch mit unserer Zeitung. 16 Jahre war sie alt, als sie erstmals eine Kirchenfreizeit mit betreute – in der evangelischen Gemeinde in Klein Elbe ist sie, heute als Vorsitzende in der dritten Amtsperiode, nach wie vor aktiv. Die verheiratete Mutter dreier Kinder hat zudem eine Kuratorinnen-Ausbildung absolviert. Das Mitwirken am Gemeindebrief sowie die Mitorganisation von Gottesdiensten sind Teil ihrer Aufgaben, berichtet sie. „Auch Besuche bei älteren Mitgliedern gehören dazu“, aktuell durch die Corona-Situation natürlich eingeschränkt.

Sabine Dießel ist in Kirche und Feuerwehr engagiert – Tischtennis als große Leidenschaft

Bereits seit 1989 ist Dießel, die im Hauptberuf die Kita Rasselbande in Salzgitter-Bad leitet, im Tischtennis-Club (TTC) Edelweiß Klein Elbe dabei – „diese Zugehörigkeit liegt mir neben der Kirchenarbeit besonders am Herzen“. Sie ist hier nicht nur selbst im Damenbereich aktiv, sondern trainiert auch TTC-Jugendteams: „In der Saison ist man an den Wochenenden schon mal viel unterwegs, aber es gehört einfach dazu.“ Auch Dießels Tochter und die beiden Söhne, mittlerweile allesamt erwachsen, sind „richtige Tischtennis-Cracks“ – schon klar, in welchem Verein.

Ebenfalls Teil des Ehrenamts-Portfolios ist die Freiwillige Feuerwehr Klein Elbe. Die gebürtige Elberin Dießel hat sich vor über zehn Jahren kurzerhand dazu entschieden, dort die Grundausbildung zur Feuerwehrfrau zu absolvieren. „Damals gab es nicht mehr genügend Mitglieder, die Zusammenlegung mit einer anderen Wehr stand ins Haus“, erzählt sie. Als ehrenamtliche Brandbekämpferin habe sie seitdem „vieles gelernt, das mir auch bei anderen Tätigkeiten zugute kommt“.

Kandidatin aus Elbe: „Wenn Not am Mann ist, springe ich ein“

Dass man sich aber so oder so auf Dießel verlassen kann, wissen auch die Elber Schützen und Karnevalisten. Dort ist sie seit jeweils rund sieben Jahren ebenfalls im Geschehen. „Wenn Not am Mann ist, springe ich ein“, lautet ihr Credo. So konnte im Karnevalsverein etwa die Nachwuchsarbeit „wiederbelebt“ werden, auch unter Mitwirkung der Salzgitteraner Rasselbande-Kinder und -Eltern.

In Nicht-Corona-Zeiten, erklärt Dießel, stehe im Normalfall „an jedem Abend der Woche“ eine ehrenamtliche Tätigkeit an. Virusbedingt hatte vieles zunächst brach gelegen, dass nun (zumindest zunächst) aber wieder anlaufe. Sabine Dießel blickt den anstehenden Aufgaben zuversichtlich entgegen: „Das kriegen wir alles hin.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder