Salzgitteranerin des Jahres? – Gisela Hille hilft, wo sie kann

Gebhardshagen.  Die 71-Jährige, häufig „Gisi“ gerufen, ist die gute Seele bei Glück Auf Gebhardshagen – und selbst noch sportlich unterwegs.

Gisela Hille (71) wurde als Salzgitteranerin des Jahres nominiert.

Gisela Hille (71) wurde als Salzgitteranerin des Jahres nominiert.

Foto: Frank Schildener

Sie ist die gute Seele des Vereins: Diese Botschaft ist zu vernehmen, fragt man beim Verein Glück Auf Gebhardshagen nach Gisela Hille. Mitglieder des Vereins haben sie für die Wahl zur Salzgitteranerin des Jahres nominiert.

Als wir sie anrufen und von der Nominierung berichten, ist die Gebhardshagenerin aufgeregt. Wir treffen uns in der Geschäftsstelle des Vereins zum Interview und treffen auf eine sportliche und unterhaltsame 71-Jährige.

„Ich helfe gerne, wann immer man mich braucht“, sagt die liebevoll „Gisi“ gerufene Rentnerin. Helfen wollen, das haben ihre Eltern ihr in die Wiege gelegt, erzählt sie dann. „Meine Eltern haben mich sozial erzogen. Das gebe ich auch an meine Kinder weiter“, berichtet sie.

Anfang der 80er Jahre kam Gisela Hille nach Salzgitter

Dass sie zu Salzgitters wohl mitgliederstärkstem Verein nach Gebhardshagen kam, liegt schon ein paar Jahre zurück. „Anfang der 80er bin ich nach Salzgitter gekommen. Eine Nachbarin hat mich mit zu Glück Auf genommen“, erzählt sie. Damit habe alles angefangen.

Seit vielen Jahren unterstützt sie den Verein, unabhängig von der Sparte. Besonders liegt ihr das Waldschwimmbad am Herzen. Als im Jahr 2017 die Gefahr droht, dass das Freibad eventuell geschlossen werden muss, macht sie sich auf, Geld für den Erhalt zu sammeln. Ihre Idee: von jedem Mitglied einen Euro einzusammeln. „Die Idee habe ich bei Mädchen vom Gymnasium in Osterode gesehen, die von jedem einen Euro für einen guten Zweck sammelten. Das fand ich toll“, erklärt sie. 2200 Euro kommen schließlich zusammen, die den Kauf eines neuen Sonnensegels für das Kinderbecken des Freibades ermöglichen.

Vereinsvorstand musste nach Wette ins kühle Nass

Dazu gibt es eine Wette: Wenn sie es schafft, muss der Vereinsvorstand zur Wassergymnastik ins Freibad. Trotz der herbstlichen Wasserfrische löst der Vorstand seinen Wetteinsatz ein und steigt ins kühle Nass. Hille ist wie selbstverständlich dabei.

Das Geld sammelte sie teilweise verkleidet, mal als Engel, mal als Burgfräulein auf dem Mittelaltermarkt, dann wieder als Rock’n’Roll-Braut im Petticoat. „Ich habe die Leute einfach angequatscht. So bin ich eben“, lacht sie.

Gisela Hille hilft auch bei Glück-Auf-Veranstaltungen

Bei vielen Veranstaltungen des Vereins ist sie wie selbstverständlich dabei, feuert Sportler an, backt Kuchen und hilft beim Verkauf. Mit ihren 71 Jahren ist sie sportlich flott unterwegs, fährt Fahrrad, schwimmt und bewegt sich auf dem Trampolin. An den Wochenenden sieht man sie vor allem an der Bande im Fußballstadion.

Dort feuert sie die jüngsten Glück-Auf-Fußballer an. „Innerlich spiele ich immer mit“, lacht sie und erzählt, dass ihr Vater sie schon immer zum Fußball mitgenommen hat. „Ich bin fußballverrückt“, sagt sie schließlich. Dann schwingt sie sich aufs Fahrrad und flitzt auch schon wieder davon.

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