Postfiliale im Fredenberg macht dicht

Salzgitter.   Rund 10.000 Einwohner des Bezirks müssen vorerst nach Lebenstedt fahren, wenn sie Pakete aufgeben wollen.

Die Lichter sind bereits aus: Zum 22. Januar schließt die Zweigstelle der Post im Fredenberg.

Die Lichter sind bereits aus: Zum 22. Januar schließt die Zweigstelle der Post im Fredenberg.

Foto: Erik Westermann

Am 22. Januar schließt die Postfiliale im Quartier Fredenberg. Ein handschriftlicher Zettel im Schaufenster verkündet den Kunden das Aus für die privat betriebene Anlaufstelle in dem Bezirk mit rund 10.000 Einwohnern.

Die Schließung ist ein Schlag, besonders für die zahlreichen älteren Bürger des Ortsteils, betonen Leser. „Sie müssen nun nach Lebenstedt fahren, um Briefe oder Pakete aufzugeben“, sagt etwa Manfred K. (Name geändert). „Gerade in Zeiten von Corona ist das schwer. Und die älteren Menschen gehen alle zur Post und nicht zu anderen Anbietern.“

Gibt es eine kurzfristige Lösung?

Walter Schöttle betreibt die Filiale als Subunternehmer der Post. Er muss den Laden aufgeben, da er mit dem Vermieter nicht übereinkam, als es um einen neuen Vertrag und die Miethöhe ging, schildert er. „Dabei wird der Laden gut frequentiert, ich würde gern weitermachen“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. In dem Laden im Einkaufszentrum im Fredenberg soll laut Anwohnern nun eine Reinigung einziehen.

Bei der Post ist man bereits in Verhandlungen mit einem möglichen Nachfolger, erklärt ihr Sprecher Jens-Uwe Hogardt. „Wir suchen aktiv nach Ersatz im direkten Umfeld vor Ort.“ Ob das kurzfristig gelinge, sei aber unklar. „Wir hoffen, eine baldige Lösung zu finden.“ Die nächsten Postfilialen befinden sich in Salder, Lichtenberg und Lebenstedt.

Grundsätzlich sei das Filialnetz in Salzgitter, obwohl es sich um eine Flächenstadt handelt, aus Sicht des Unternehmens gut, sagt Hogardt. Weitere Schließungen seien derzeit nicht geplant, „im Gegenteil: Wir suchen weiter nach Paketshops und Abgabestellen.“

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