Reinigung Salzgittersee

Taucher im Salzgittersee – wonach sie suchen

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Tauchgemeinschaft Sepia Salzgitter bei einer sportlichen Aktion. Hier hat der Verein 2019, mit einer möglichst geringen Anzahl an Sporttauchern, über 1000 Jahre Lebensalter gleichzeitig und gemeinsam im See abtauchen lassen. (Archiv)

Die Tauchgemeinschaft Sepia Salzgitter bei einer sportlichen Aktion. Hier hat der Verein 2019, mit einer möglichst geringen Anzahl an Sporttauchern, über 1000 Jahre Lebensalter gleichzeitig und gemeinsam im See abtauchen lassen. (Archiv)

Foto: Privat

Lebenstedt.  Die zweite große Gewässerreinigungsaktion findet am Montag im Salzgittersee statt. Das müssen Sie über den Einsatz der Taucher wissen.

Die zweite Gewässerreinigungsaktion im Salzgittersee findet am Montag, 3. Oktober statt. Um 10 Uhr treffen sich alle Taucherinnen und Taucher bei dem Parkplatz Café del Lago zur Begrüßung. Nach kurzem Briefing wollen die Taucher die erste erfolgreiche Aktion von vor einem Jahr wiederholen. Dann werden sie zu den jeweiligen Tauch- und Reinigungsbereichen eingeteilt. Ab 13 Uhr wird für die Taucher und die Helfer eine kostenfreie Verköstigung bei der Taucherbasis der Tauchgemeinschaft Sepia angeboten.

Plastik schädigt Umwelt und Mensch

Die Taucher suchen am Montag vor allem nach Plastik im Salzgittersee. Denn bei Kunststoff handelt es sich um Verbindungen, die vom Menschen geschaffen wurden und die in der Natur nicht vorkommen. Daher können sie von Mikroorganismen nichtaufgebrochen werden, verrotten nicht und verweilen Jahrzehnte lang. Allerdings verwittern sie, das heißt Sonnenstrahlung, Temperaturwechsel,Wind und Wetter verändern die Struktur von Kunststoffen. Gleichzeitig lösen sich Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Weichmacher sodass größere Gegenstände mit der Zeit in kleinste Teile zerbröseln, das sogenannte Mikroplastik (< 5 mm),gegebenenfalls sogar in noch kleinere Teilchen, das Nanoplastik (< 1 µm).

Mehr aus Salzgitter:

Beitrag zum Naturschutz in Salzgitter

Viele dieser kleinsten Teilchen schwimmen, von uns unentdeckt, im See umher. Daher sei jedes aus dem See entfernte Stück Kunststoff eine Quelle weniger für Mikroplastik. Je kleiner die Teilchen werden, desto eher werden sie von Tieren gefressen und desto mehr Tiere sind davon betroffen. Somit können Plastikteilchen in die Nahrungskette gelangen und es besteht die Gefahr, dass Menschen früher oder später auch größere Mengen aufnehmen. Mit der Reinigungsaktion wollen die Taucher ihren Beitrag zum Naturschutz leisten.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de