Krebsgift in Werkräumen

Lebenstedt  Das Gesundheitsamt findet beim Schadstoffscreening belastete Proben in der Pestalozzischule. Sie werden gegenwärtig vom Gesundheitsamt ausgewertet

Zwei Werkräume der Pestalozzischule sind wegen der Belastung mit polychlorierte Biphenylen vor den Osterferien für den Unterricht gesperrt worden.Foto: Karen Fröhlich

Zwei Werkräume der Pestalozzischule sind wegen der Belastung mit polychlorierte Biphenylen vor den Osterferien für den Unterricht gesperrt worden.Foto: Karen Fröhlich

Zwei Werkräume in der Pestalozzischule sind zu stark mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet. Das wurde bei dem von der Stadt Salzgitter beauftragten Schadstoffscreening, das gegenwärtig an allen Schulen und Kindergärten stattfindet, festgestellt.

Bis zur abschließenden Klärung der Ursachen und Sanierungserfordernisse wurden die beiden Unterrichtsräume gesperrt. In allen anderen Räumen könne, so die Stadt, der Unterricht nach gegenwärtigem Wissensstand weiter erfolgen. Eine akute gesundheitliche Gefährdung von Schülern und Beschäftigten der Schule liege nicht vor. Die Eltern seien vor Beginn der Osterferien vom Sachstand unterrichtet worden.

Die Proben hat das Gesundheitsamt der Stadt Salzgitter entnommen, das Institut Fresenius ist mit der Analyse beauftragt worden. Die Ende März vorliegenden Ergebnisse hatten die Richtwerte überschritten. Um der Ursache für die Belastung auf die Spur zu kommen, seien laut Aussage der Stadt in der ersten Aprilwoche Kontrollmessungen erfolgt, die vorsichtshalber auf weitere Schulräume ausgedehnt worden seien. Fest stehe bereits jetzt, teilte Holger Posselt vom Presseteam der Stadt mit, dass Fugen in den Fensterbereichen belastet seien. Ob das die einzige PCB-Quelle ist, sei aber erst nach der Auswertung weiterer Materialproben absehbar. Diese lag am Mittwoch vor. Gegenwärtig werden die Ergebnisse von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes ausgewertet. Mit einer abschließenden Beurteilung kann laut Pressestelle der Stadt erst nach Ostern gerechnet werden.

Erst dann seien auch Aussagen zum Umfang von Sanierungsmaßnahmen möglich. Diese würden in Abstimmung mit der Schule eingeleitet.

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