Beachvolleyball

Corona: Gruppengegner von Ludwig/Kozuch verpassen Olympia

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Das Beachvolleyball-Stadion in Tokio.

Das Beachvolleyball-Stadion in Tokio.

Foto: dpa

Die deutschen Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben bei den Olympischen Spielen in Japan einen Sieg in der Vorrunde bereits sicher und müssen nur zu zwei Partien antreten.

Das tschechische Duo Barbora Hermannova/Marketa Slukova kann wegen des positiven Corona-Tests bei Slukova nicht teilnehmen und bekommt alle Partien mit einem "DNS" für "Did not start" (nicht angetreten) gewertet. Das teilten die Organisatoren des olympischen Beachvolleyball-Turniers in Tokio mit. Die Partie Ludwig/Kozuch gegen Hermannova/Slukova wäre die letzte Vorrundenpartie in Gruppe F am 28. Juli gewesen - bei einem Einzug ins Achtelfinale hat das deutsche Duo also eine lange Pause.

Ludwig zeigte viel Mitgefühl. "Das ist einfach nur traurig. Wir kennen die sehr, sehr gut, das sind sehr gute Trainingspartner. Ich kriege jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke", sagte die deutsche Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der Deutschen Presse-Agentur. "Dass man die ganze Saison so gut durchhält, man sich an alles hält und alles macht dafür, dass man bei Olympia dabei ist, ein Jahr dran hängt, und dann dieses Unglück hat. Das wünsche ich keinem."

"Wettbewerbsverzerrung"

Karla Borger reagierte auf die Entscheidung mit einem Tweet: "Und damit ist die Wettbewerbsverzerrung dann auch endgültig im Beachvolleyball angekommen", schrieb die 32-Jährige, die mit ihrer Partnerin Julia Sude in drei Gruppenspielen bei den fordernden Temperaturen in Tokio um die K.o.-Runde kämpfen muss. Neben den Plätzen eins und zwei in jeder Gruppe kommen auch die beiden besten Gruppendritten automatisch ins Achtelfinale. Die vier anderen Gruppendritten spielen untereinander zwei weitere Starter aus. Die ausgefallenen Partien in Gruppe F werden jeweils 2:0 (21:0, 21:0) für die drei verbleibenden Teams gewertet, die damit eine bessere Ausgangsposition haben, als die Duos in den anderen Gruppen.

Slukovas Ehemann und Trainer Simon Nausch war zuvor bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wegen eines positiven Tests in Quarantäne ist zudem Ondrej Perusic aus dem Herren-Duos Tschechiens. Er und David Schweiner werden am kommenden Montag gegen die Letten Martins Plavins/Edgars Tocs nicht antreten können, hoffen aber nach Angaben einer Sprecherin auf eine Freigabe für die weiteren Gruppenspiele und damit eine Chance aufs Achtelfinale. Perusic war am vergangenen Montag positiv auf Corona getestet worden und muss mindestens zehn Tage in Quarantäne.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-477657/6

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