Eintracht Braunschweig beendet Trainingslager - Trainer zufrieden

Braunschweig  Trotz Rückschlägen ist Eintracht-Coach Lieberknecht mit dem Trainingslager zufrieden.

Gut gelaunt: Torsten Lieberknecht (Mitte) mit Suleiman Abdullahi und Jan Hochscheidt (links).

Foto: imagemoove

Gut gelaunt: Torsten Lieberknecht (Mitte) mit Suleiman Abdullahi und Jan Hochscheidt (links). Foto: imagemoove

Am Freitag hat Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig seine Zelte in Spanien abgebrochen und sein Trainingslager in Benahavis beendet. Für alle Profis gingen damit ereignisreiche und intensive zehn Tage zu Ende. Auch Trainer Torsten Lieberknecht ist froh, seine Familie wiederzusehen, bevor er mit seinem Team in der nächsten Woche die Vorbereitung auf den Start gegen Heidenheim am 24. Januar fortsetzt. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich Lieberknecht aufgeräumt und zuversichtlich, dass die Rückrunde in der 2. Liga besser laufen wird als die Hinserie. Kurz vor Ende des Trainingslagers sprach der Eintracht-Coach mit Sportredakteur Daniel Mau über ...

... seine Bilanz der Zeit in Spanien: Wir haben sehr intensive Tage unter sehr guten Bedingungen hinter uns. Wir haben als Mannschaft insgesamt 2500 Kilometer im Training abgerissen. Das ist viel, und ich bin sehr zufrieden, wie sich die Spieler hier präsentiert haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir für den Auftakt gegen Heidenheim gerüstet sind. Natürlich wünscht man sich eine 0:4-Niederlage wie gegen Nijmegen auch in einem Testspiel nicht. Aber dafür sind solche Partien da, und wir haben daraus die Erkenntnis gewonnen, dass das 4-1-3-2 System sich eher nicht als Grundordnung eignet, mit der wir in die Partie starten, sondern unser Plan B oder C sein sollte. Wir haben dann aber in diesem Spiel und auch gegen Shanghai gesehen, dass die Umstellung von einem System auf das andere bei uns bereits gut funktioniert. Am wichtigsten war mir in den Tests, dass alle Spieler ungefähr ähnliche Spielzeit erhalten haben.

... über den erneuten Ausfall von Christoffer Nyman: Am bittersten ist das für Totte selber. Es hat uns alle beunruhigt, dass er nach ein, zwei Einheiten immer wieder muskuläre Probleme bekommen hat. Deshalb wollten wir in Absprache mit der medizinischen Abteilung noch einmal einen anderen Weg einschlagen und haben ihn zu einem Spezialisten nach München geschickt. Ich habe die Hoffnung, dass er nach der Behandlung dort in der nächsten Woche wieder bei uns ins Training einsteigen kann. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, und es ist schade, dass er durch so etwas immer wieder aus seinem Rhythmus gebracht wird.

... über seinen Wunsch nach weiteren Verstärkungen: Es bleibt bei meiner Empfehlung, dass wir in der Offensive noch etwas machen wollen, gerade jetzt nach dem Ausfall von Julius Biada und den Problemen bei Christoffer Nyman. Aber wenn keine Verstärkung von außen kommt, werden wir auch intern Lösungen finden. Wir hatten in den vergangenen Tagen zwei Jungs aus der U 23 dabei. Vielleicht können sie eine Alternative sein. Auch Domi Kumbela ist zurück und hat von seiner Schnelligkeit nicht viel verloren. Wir haben uns alle gefreut, als er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Ich hoffe, dass er in den nächsten Tests ein paar Minuten Spielpraxis sammeln kann. Er ist ein Anker in dieser Mannschaft, auf dem Platz und als Typ.

... über die Neuzugänge Georg Teigl und Frederik Tingager: Sie werden sicherlich noch ein wenig Eingewöhnungszeit brauchen, aber beide hatten keine Probleme, sich in unsere Gruppe einzufügen, sowohl auf dem als auch abseits des Platzes. Sie sind sehr umgängliche Typen. Bei Frederik merkt man richtig, wie stolz er ist, bei der Eintracht zu spielen und dass er uns schnell weiterhelfen will. Und Georg wollten wir schon einige Male nach Braunschweig holen. Nun hat es endlich geklappt. Aber er darf sich auch selber nicht zu viel Druck aufbürden und meinen, er müsse sofort Bäume ausreißen. Er bringt viele Qualitäten mit und ist gut geschult. Genauso wie Frederik, der mich positiv überrascht hat, welche Beweglichkeit er trotz seiner Größe besitzt.

... über seinen Eindruck, wie die Spieler mit der schwierigen Situation umgehen: Natürlich machen sich die Jungs ihre Gedanken. Aber wir haben ein lebendiges Team. Es wird viel auf und neben dem Platz kommuniziert, alle wollen sich verbessern. Wir wissen um die Situation dürfen die Lage aber auch nicht überstrapazieren. Wir haben eine Mannschaft, in der viel Potenzial steckt und die Bereitschaft zeigt, alles aus sich herauszuholen. Damit das gelingen kann, brauchen wir aber Zusammenhalt, auch mit unseren Fans. Die können in der Rückrunde wieder das eine oder andere Prozent ausmachen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir aus dieser Lage herauskommen.

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