Lions-Footballer treten in Saison 2020 nicht an

Braunschweig.  Die Lions verzichten auf ihr Startrecht in der German Football League im Jahr 2020 – viele andere Teams tun es dem deutschen Meister gleich.

Sollte im Jahr 2020 tatsächlich der deutsche Meistertitel im American Football vergeben werden, wird der Sieger nicht wie im Vorjahr Braunschweig heißen.

Sollte im Jahr 2020 tatsächlich der deutsche Meistertitel im American Football vergeben werden, wird der Sieger nicht wie im Vorjahr Braunschweig heißen.

Foto: EIBNER/Florian_Schust

Die Hängepartie hat ein Ende für die New Yorker Lions Braunschweig. Der deutsche Football-Rekordmeister hat sich dazu entschlossen, in der Saison 2020 nicht in der deutschen Football-Liga (GFL) anzutreten. Der Rückzug vom Spielbetrieb 2020 hat keine Auswirkungen auf die Spielberechtigung für die höchste deutsche Footballliga im nächsten Jahr.

Braunschweig Lions verkünden ihr Aus für Football-Saison 2020

Die Absage für eine mögliche, verkürzte GFL-Saison begründeten die Lions wie folgt in einer Mitteilung: „Die Corona-Krise hat uns alle in eine vorher unvorstellbare Situation gebracht – ob Großkonzerne, kleine- und mittelständische Betriebe oder Vereine unterschiedlichster Sportarten. In den vergangenen Monaten haben viele um ihre Existenz gekämpft oder waren gezwungen sich neu auszurichten. Auch wenn sich die Lage in Deutschland mittlerweile deutlich entspannt hat, blicken wir besorgt auch weiterhin auf die weltweit dynamische Entwicklung, mit der die Ausbreitung des Corona-Virus einhergeht.“

Der American Football Verband Deutschland (AFVD) hatte vor einigen Wochen gemeinsam mit allen Teams der GFL und GFL2 einstimmig entschieden, dass eine verkürzte Saison ab September 2020 unter bestimmten Gegebenheiten stattfinden könne. Dabei wurde die Voraussetzung geschaffen, dass jeder Verein frei über die Teilnahme am Spielbetrieb entscheiden kann, ohne Lizenzstrafen zu befürchten.

Welche Football-Teams neben den Lions verzichten außerdem?

Neben den Lions werden auch die Kiel Baltic Hurricanes, die Hildesheim Invaders, die Elmshorn Fighting Pirates, Frankfurt Universe, die Ravensburg Razorbacks, die Allgäu Comets aus Kempten, die Stuttgart Scorpions und die Ingolstadt Dukes in dieser Saison nicht antreten. Unklar ist die Teilnahme der Cologne Crocodiles und der Berlin Rebels. Die Potsdam Royals, die Dresden Monarchs, die Schwäbisch Hall Unicorns, die Marburg Mercenaries und die Munich Cowboys würden Stand jetzt spielen.

Die Lions sehen sich in Anbetracht der aktuellen Bestimmungen des Landes Niedersachsen, die mindestens bis zum 31. August kein vollumfängliches Footballtraining ermöglichen, nicht in der Lage, am Spielbetrieb teilzunehmen. Eigentlich wollte die Mannschaft von Cheftrainer Troy Tomlin von Anfang August eine verkürzte Vorbereitung absolvieren, doch auch die fällt jetzt aus.

Heimspiele im Eintracht-Stadion als großer Faktor für die Lions

Für die Braunschweiger war es zudem ein Faktor beim Rückzug, dass aktuell nicht abschätzbar, ob ab September Veranstaltungen in der Größenordnung der Lions-Heimspiele mit etwa 3000 bis 6000 Zuschauern erlaubt sind und welche Hygieneregeln eingehalten werden müssen.

Überdies sehen sich die Lions ihrer Amateursportler im GFL-Team verpflichtet. „Neben der herrschenden Ansteckungsgefahr ist eine verantwortungsvolle Vorbereitung der körperlichen Gegebenheiten auf die sportliche Belastung nicht gegeben“, heißt es in der Mitteilung. Die Lions-Verantwortlichen hatten deshalb dem Verband ihre Entscheidung rechtzeitig mitgeteilt.

Die Touchdowns ihrer Lieblingsmannschaft können die Lions-Fans also voraussichtlich erst wieder im kommenden Jahr bejubeln.

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