Menz: „Luis hat seine Sache gut gemacht“

Braunschweig  Youngster Figge feiert nach drei Monaten Verletzungspause beim 76:83 der Löwen gegen Oldenburg ein vielversprechendes Comeback.

Luis Figge brachte gleich Emotionen aufs Parkett.

Foto: Kleinschmidt/BestPixels.de

Luis Figge brachte gleich Emotionen aufs Parkett. Foto: Kleinschmidt/BestPixels.de

Bei allem Frust über die Niederlage gegen Oldenburg hatte ein Braunschweiger allen Grund, zufrieden zu sein. Nach drei Monaten Verletzungspause durch einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß feierte Youngster Luis Figge sein Comeback. Ein ganz starkes. Auch wenn sein Auftritt im Gesamtbild des Spiels nur eine Randerscheinung war, perspektivisch betrachtet, setzte der 19-Jährige in den knapp fünf Minuten, die er im zweiten Viertel mitmischen durfte, ein großes Ausrufezeichen.

Figge verteidigte Baskets-Altmeister Ricky Paulding intensiv und hauteng, warf sich nach dem Ball, sicherte zwei Rebounds und traf bei einem Schnellangriff einen Korbleger. Erstaunlich, wie viel Physis und Energie der Youngster nach nur einer Woche Training schon wieder aufs Parkett brachte, praktisch von null auf hundert.

Damit machte Figge den Kollegen vor, wie man bei einem Kurzeinsatz Impulse setzt. Seine Spielweise mache es dem Trainer leicht, ihn einzuwechseln, sagte er selbstbewusst. „Ich bin relativ pflegeleicht, Defense und Energie kann man immer gebrauchen, und Rebounden ist Kampfsache“, kommentierte er, froh, seine Qualität wieder zeigen zu dürfen.

Trainer Frank Menz hatte sich im Vorfeld noch zurückhaltend über einen Einsatz des U-20-Nationalspielers geäußert. „Frank ist immer sehr vorsichtig, und das weiß ich zu schätzen“, sagt Figge. Aber er wollte unbedingt spielen und habe sich dem Trainer dann „schlau aufgedrängt“.

Doch große Türen einrennen musste er beim Sportchef wohl gar nicht. Als sich Figge Ende Oktober verletzt hatte, in Oldenburg, hatte er sogar in der Startformation gestanden. „Luis ist wichtig für unser Programm, ich will ihn entwickeln, dabei hilft jede Spielminute“, sagte Menz und lobte: „Er hat seine Sache gut gemacht.“

Am Vorwochenende in Berlin hatte Figge sein Talent noch in zivil gezeigt, als Fernseh-Co-Kommentator bei der Übertragung von Telekom-Basketball. „Eine super Erfahrung, aber blöd war, dass die Mannschaft ausgerechnet im dritten Viertel, als ich am Mikro saß, so schlecht gespielt hat“, lacht er.

Gegen Oldenburg beobachtete er einen ähnlichen Leistungseinbruch nach der Halbzeit dann wieder von der Bank aus. „Wenn bei uns eine Sache schlecht läuft, dann läuft auch gleich die andere schlecht“, analysierte Figge und fordert: „Das müssen wir stoppen, wir dürfen nicht in so einen Negativstrudel geraten.“ Vielleicht kann er nächstes Mal mit mehr Spielzeit schon selbst daran mitwirken, dies zu verhindern.

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