Für Guyton ist die Saison wohl beendet

Braunschweig  Der Spielmacher bekommt eine Spritzenkur für die lädierte Halswirbelsäule. Die Löwen haben den Vertrag für einen Ersatzmann schon verschickt.

Löwen-Spielmacher Carlton Guyton fällt wegen Bandscheibenproblemen an der Halbwirbelsäule wahrscheinlich für den Rest der Saison aus.

Foto: Peter Sierigk

Löwen-Spielmacher Carlton Guyton fällt wegen Bandscheibenproblemen an der Halbwirbelsäule wahrscheinlich für den Rest der Saison aus. Foto: Peter Sierigk

Die Tour zu einem Spezialisten ins Saarland hatte für Carlton Guyton gestern eine bittere Konsequenz. Der Spielmacher der Braunschweiger Basketballer bekam die Diagnose, dass eine Bandscheibe der Halswirbelsäule vorgewölbt ist, was ihn so behindert, dass er wohl für den Rest der Saison zuschauen muss.

„Er bekommt nun erstmal ein paar Wochen lang eine Spritzentherapie, dann muss man weitersehen“, berichtete Trainer Frank Menz am Montagabend. Dass er für Guyton in den nächsten Wochen einen Ersatzmann brauchen würde, das hatte er schon geahnt. „Aber das beste Szenario wäre natürlich gewesen, dass wir einen Neuen holen, und Scootie kommt trotzdem bald zurück.“

Nun aber fällt der neben Carlos Medlock und Dyshawn Pierre konstanteste und zuverlässigste Profi im Löwen-Team voraussichtlich für die komplette heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt aus. Allrounder Guyton ist ein sicherer Ballverteiler sowie der drittbeste Punktesammler, Dreierschütze und Vorlagengeber der Mannschaft. Ihn auf die Schnelles zu ersetzen, dürfte nicht so einfach sein. Noch gestern Abend haben die Löwen einen Vertrag an einen Profi verschickt, mit dem der Sportchef in den Tagen zuvor bereits über ein Engagement in Braunschweig verhandelt hatte.

Der Name bleibt noch so lange sein Geheimnis, bis alles in trockenen Tüchern ist. Schließlich könnte der Kandidat auch noch abspringen. Denn viele Klubs in Europa sind dieser Tage auf Spielersuche, wollen nochmal nachverpflichten. Der Markt ist in Bewegung, und die Braunschwieger sind bekanntlich nicht die finanzstärksten.

„Einen Dru Joyce können wir uns jedenfalls nicht leisten“, sagt Menz und spielt damit auf die jüngste Verpflichtung des nächsten Gegners an. Bayern München hatte sich vergangene Woche die Dienste des ehemaligen Braunschweigers und Liga-Urgesteins gesichert. Beim Sieg gegen Meister Bamberg am Sonntag hatte der Regisseur auch bereits mitgespielt, wenn auch nur einige Minuten.

Sein Nachfolge-Favorit für Guyton, ein wurfstarker Akteur für die Positionen eins und zwei, der im Idealfall am Dienstag oder Mittwoch in Braunschweig eintreffen soll, hat keine BBL-Vorgeschichte, verrät der Sportchef. Aber er bringe Europa-Erfahrung mit, komme direkt aus dem Spielbetrieb und sei somit fit, sagt Menz. Das sei ihm wichtig gewesen. „Er ist kein Supermann, aber ich hoffe, er kann uns sofort helfen.“

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