Auch Co-Trainer Steven Clauss verlässt die Löwen

Braunschweig.  Der 61-Jährige wollte in Braunschweig Sportdirektor werden, hatte sich aber „nicht genug gewollt“ gefühlt. Nürnberg erhält keine BBL-Lizenz.

Sechs Spiele lang war er sogar Cheftrainer und gewann drei davon: Löwen-Co-Trainer Steven Clauss sucht sich nun aber einen neuen Verein.

Sechs Spiele lang war er sogar Cheftrainer und gewann drei davon: Löwen-Co-Trainer Steven Clauss sucht sich nun aber einen neuen Verein.

Foto: Susanne Hübner, Fotoagentur Hübner

Er war einer der Publikumslieblinge bei Braunschweigs Basketball-Fans, zu denen er in den vergangenen beiden Spielzeiten einen guten Kontakt pflegte. Doch auch Assistenzcoach Steven Clauss, Teil zwei des Trainer-Erfolgsteams der Löwen, neben Chefcoach Frank Menz, wird im Sommer nicht zurückkehren. Der 61-Jährige will sich eine neue Aufgabe suchen.

Im Winter hatte Geschäftsführer Sebastian Schmidt noch angekündigt, den allgemein geschätzten Experten und Sympathieträger Clauss als Konstante am Standort halten und ihn perspektivisch sogar zum Sportdirektor machen zu wollen. Eine Rolle, die Schmidt dann selbst übernommen hat.

„Nicht genug gewollt“ gefühlt

„Die Idee war gut. Doch als es ums Realisieren ging, hat sich rausgestellt, dass es vielleicht doch nicht das optimale Konstrukt ist“, bedauerte Clauss. Er finde das schade, wäre gern geblieben. „Denn wir haben in den zwei Jahren große Schritte nach vorne gemacht, und ich denke, ich hatte auch meinen Anteil daran.“ Letztlich habe er sich dann aber „nicht genug gewollt“ gefühlt.

Einen neuen Verein hat der gebürtige New Yorker noch nicht, sagt aber: „Wenn sich nicht gleich was ergibt, ist es auch nicht schlimm, ich bin froh, wenn ich mal meine Kinder intensiver sehen kann.“

„Wir hatten schöne und erfolgreiche zwei Jahre, in denen wir uns glücklich schätzen konnten, mit Steven so einen erfahrenen und versierten Assistant Coach im Trainerstab zu haben“, sagte Schmidt. „Steven hat hier einen hervorragenden Job gemacht.“ Der neue Cheftrainer Pete Strobl muss sich nun einen neuen Assistenten suchen.

Wildcard oder nur 17 Teams

Derweil hat die BBL dem Aufsteiger Nürnberg auch im zweiten Anlauf keine Lizenz erteilt, weil „wesentliche Anforderungen“ nicht erfüllt worden seien. Konkret geht es um die Spielhalle. Die Franken können vors Schiedsgericht ziehen. Ansonsten wird mit 17 Teams gespielt oder eine Wildcard vergeben, die aber 750.000 Euro kosten würde.

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